Soziopod #002: Bildung – Was muss passieren damit Wissen zu Bildung wird?

Herr Breitenbach und Doktor Köbel diskutieren über das Thema “Bildung – Was muss passieren damit Wissen zu Bildung wird?”

Was ist Bildung? Was ist der Unterschied zwischen Faktenwissen und Bildungsprozessen? Welche Rolle spielt die Wikipedia? Und was können wir generell tun, damit das Internet zu einem sinnvollen Bildungswerkzeug wird?

Links zur Sendung:

Tolle Mindmap zur Sendung von Sven Sönnichsen:
Mind-Map_BILDUNG

Peter Birie: Wie wäre es gebildet zu sein Peter Biries Bildungsbegriff.

Wikipedia zu “Bildung”

“Amerika berauscht sich an brachialen Erziehungstipps” Amy Chua und ihr Schlachtgesang als Tigermama. Der Anfang vom Ende der Bildung.

Volker Kauder im Interview: Das Internet als dunkler Ort.

Vortrag von Salman Khan: Let’s use video to reinvent education (Das ist der Hedgefondsmanager von dem ich dir erzählt habe. Sehr spannend. Auf alle Fälle ganz gucken, nicht nur spulen)

Neuer Geschichtsunterricht bei Khan Academy (Das ist ein neues Projekt von diesem oben genannten Khan)

Bildungsbegriff unseres Hörers “Muskowski”

30 Comments

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  5. sehr stimmiger podcast. vielen dank.

    tipp: lautstaerke-pegel noch etwas nach oben schrauben, dann hoert man euch besser.

  6. ich werde mir das anhören, lieber patrick – fühle mich natürlich beim 2. pingback (den ich auch noch lesen muss) schon bei "Dummheit ist die wichtigste Währung der Werbung." schwerstgradig herausgefordert und hoffe durchaus, mit dir mal ins gespräch zu kommen…

    als vertreter von oberprima.com, die wir doppelt so viele videos wie khan veröffentlicht haben (das drumherum kommt jetzt erst bei uns) und das lesen der vierten frage, treibt mich die neugier, ob ein deutschsprachiger podcast auch ein deutschsprachiges pendant zu dem google-gehype-ten portal von khan in die diskussion einbezogen wurde. die links sprechen dagegen 😉

    danke schon mal, dass du an mich als "facebook-junkie, der außerhalb gar nichts mehr mitkriegt" (das stimmt so natürlich nicht 😉 ) gedacht hast und mich bei einem meiner momentanen info-aggregatoren abgeholt hast. ich melde mich sicher nach der lektüre und dem hören noch mal 🙂

    lg

    olaf

  7. Hey,

    ich studiere seit kurzem Soziologie und bin sofort auf euren Podcast gestoßen, als ich was passendes in die Richtung finden wollte.

    Ich darf ein ganz großes Lob aussprechen, die Themen sind interessant, aus verschiedenen Perspektiven kritisiert und leicht verständlich. Besonders herausragend finde ich die innovativen Ideen, die in der Diskussion entstehen und dabei keineswegs abwegig sind. Obendrein wirkt ihr beiden sehr sympathisch und seid zusammen ein eingespieltes Team.

    Ich werde euch weiterempfehlen, keine Frage (alle Soziologie-Erstis der Uni Duisburg sind schonmal informiert 😉 )

    Viele Grüße

    Patte

  8. Patrick Breitenbach Reply

    Danke Patte,

    das freut uns sehr und spornt uns an weiter zu machen. Falls du uns über iTunes hörst, würden wir uns sehr über eine Rezension von dir freuen!

    Liebe Grüße vom gesamten Soziopod-Team

  9. Pingback: Wir brauchen keine “Massen-Unis 2.0″ – wir brauchen mehr teilbare Bildungsinhalte | Karlshochschule International University

  10. Jetzt hab ichs endlich geschafft, den podcast ganz zu hören.

    Der Gesprächsteil zum Bildungsbegriff hat mich ein wenig gequält – liegt evtl. daran, dass der Begriff wirkt wie aus Gummi.

    Bildung als Metaebene zu Lernen und Lerninhalten normativ zu überprüfen funktioniert nicht, da sind wir uns einig – Wissen lässt sich dagegen prima überprüfen.

    Zum Punkt Bildung erster Ordnung (Wissen): Von diesem Grundbaustein, der wohl in der Schule gelegt werden soll, bleibt nicht viel übrig ( wenn man "Die Bildungshochstapler" und eigene Anschauung mal heranziehen will) – wie soll dann die zweite Ebene erreicht werden? Und ist Bildung dann nicht ein Begriff wie Menschsein, hochgradig individuell, unscharf getrennt und irgendwie blabla?

    Bildung ist so persönliche Sache des Einzelnen, das, was Du draus machst – welche Vorurteile erkennst Du bei Dir (an) und was kannst Du wie und mit wem dagegen tun?

    Bildung als ganzheitlicher Ansatz und lebenslange Aufgabe führt mich auf einen Weg, auf dem ich mich konstruiere über das, was ich lerne – und so ist Lernen m.E. der greifbarere zentralere Begriff – und lernen müssen wir, wenn wir die großen Aufgaben, denen wir uns gegenüber sehen (Armut, Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung, Ressourcenverbrauch) gemeinschaftlich und doch als Individuen lösen wollen.

    Dann können wir es immer noch "uns bilden" nennen, indem wir uns in den unterschiedlichen Ansätzen in unserer Gemeinschaft spiegeln und Vorurteile und Fehler erkennen, einsehen und korrigieren.

    Zu wikipedia unter Schülern im Mathematikbereich kann ich folgende Erfahrung beisteuern – da gehen die ersten drei Sätze (schwierig) und danach geht da nix mehr bei den allermeisten Schülern und Artikeln.

    Letztlich gehts da ja auch um Definitionen und weniger um Erklärungen, eher um das "was", denn um das "wie" und auch wenig um das "warum" oder "wozu", (was eine Frage provozieren würde). Mich hat wikipedia vergrault mit edit-wars und den heimlichen Herrschern der Community, die als gatekeeper häufig diktieren, was denn nun z.B. ein wertvoller Link ist und was nicht.

    Bei dem Punkt, dass Lernen vom Lerner ausgeht, bin ich voll bei Herrn Köbel – dass man Menschen einen interessanten "Gegenstand" zeigt und dann Fragen abwartet, um dem Individuum auf seinen Weg des fragenden Lernens zu begleiten – wie das mit dem Lehrplanansatz des Schulsystems einher gehen kann, ist dabei eine große Frage.

    Und nun zu dem von mir mit Spannung erwarteten Teil über Khan. Was Dich beeindruckt hat, Patrick, hat mich auch hingerissen – Stichwort flip the classroom und die Kontroll-Apps, die "peer2peer-" oder "each one teach one"- Anregung. Das ist eine gute Idee und ein guter Anfang, der auch schön umgesetzt wurde und den man mit einigen anderen Ansätzen schön verknüpfen kann.

    Und jetzt – und auch da gebe ich Dir wieder völlig Recht, müssen wir in Deutschland was anschieben und einen Schritt weiter gehen. Da sind wir dran – auf ein spannendes Jahr 2012 ff.!

    Liebe Grüße, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

    OLaf

  11. Pingback: Wie “Inception” uns zur Philosophie heranführen kann | Karlshochschule International University

  12. Hi!

    Sehr, sehr interessanter Podcast (nicht nur diese Folge, aber die ist wirklich erstklassig!!) – Gratulation und Danke :))

    Und weil man nicht nur immer konsumieren soll, sondern auch Informationen weitergeben 😉 … Ihr habt ja recht ausführlich über das Thema Wikipedia und Hochschulen gesprochen: Inzwischen gibt es ein Programm mit dem die Wikipedia den Lehrenden und Studenten nähergebracht werden soll; nachlesbar ist das hier (leider momentan nicht sehr ausführlich, ich kann euch aber Ansprechpartner vermitteln):

    *

    *

    Beste Grüße 🙂

  13. Patrick Breitenbach Reply

    Hallo Henriette,

    das mit den Links hat nicht so ganz geklappt. Kannst du nochmal wiederholen?

    Und ein Ansprechpartner für das Thema wäre toll!

    LG

    Patrick

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  16. martinlindner Reply

    interessant. aber der bildungsbegriff von dr. köbel und prof. bieri ist schon provozierend bürgerlich-selbstgefällig. die liebevolle beschreibung einer idealisierten "schönen seele", wie sie sich manchmal in privilegierten situationen der vergangenen gesellschaft entstanden sein mag, betrachtet man gerührt, mit vager zustimmung, sofern nicht manchmal der selbstbezogene subjekt-kitsch zu sehr nervt.
     
    aber als begriff von "bildung" für (a) weniger privilegierte, (b) weniger gelassene, (c) mit den enormen gegenwärtigen umwälzungen sich auseinandersetzende ist das konkret wenig geeignet.
     
    verräterisch ja der satz: für "ausbildung" sind die fachhochschulen zuständig, die universitäten sollten sich wieder stärker der "bildung" zuwenden. (wobei das implizit dann auch noch mit der bedeutung akademischer pädagogik gleichgesetzt wird.)
     
    muss "bildung" nicht etwas sein, das allen menschen offen steht? was hätte goethe dazu gesagt?
     
    da ließe sich vieles einwenden. der hinweis auf wikipedia (warum arbeitet dr. köbel da jetzt eigentlich nicht bei wikipedia intensiv und aktiv mit?) hat das ein klein wenig zum vorschein gebracht. das internet ist eine atemberaubende bildungs- und wissensmaschine. jeder, der bildung & wissen als beruf hat und das ernst nimmt, müsste sich da kopfüber hineinstürzen. "media is not something we use, but something we become part of." (mcluhan) es gibt schlicht keine entschuldigung, das nicht zu tun.

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  19. sehr schön sehr schön, als spät angefangener Sozialwissenschaften-student (Politik und medienwissenschaften + Soziologie) und ehemalig gelernter Pädagoge (wenn auch nur Erzieher)
    begrüße diesen Podcast sehr….. auch wenn es manchmal Kritikpunkte gibt die meiner Meinung in dem fortschreitenden Diskurs in muckeliger Zweisamkeit und manchmalanmutender Stammtisch-Stimmung zu verorten sind.
    Jedoch gerade diese kleinen Defizite die selbst zum Nachdenken und -schlagen auffordern, machen das ganze noch innovativer.
    weida so Jungens

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  22. Mir ist aufgefallen, dass die Begriffe Informationen und Wissen oft quasi Synonym verwendet wurden. Ich möchte auf die s.g. Wissenspyramide hinweisen. Diese trennt Daten, Informationen und Wissen von einander ab. Daten sind nur Symbole. Werden diese mit einer Syntax verknüpft ergeben sich Informationen. Diese existieren im übrigen nur in den Köpfen der Menschen, die diese Daten verarbeiten. Wissen entsteht durch die Verknüpfung von Informationen. Nach diesem Podcast würde ich Bildung also so verstehen, dass das entstandene Wissen in Kontexte gesetzt werden kann und das Subjekt sich in diese Kontexte begeben kann um eine perspektivische Betrachtung eines Gegenstandes vorzunehmen. Das Subjekt reflektiert sich dabei stets selbst.

    • Ja würde ich ähnlich sehen. Bildung wäre dann gemäß der zitierten Pyramide “wisdom” wobei Bildung für mich eher “ongoing” ist. Bildung ist ein unendlicher Prozess und weniger ein zu erreichendes Ziel. Aber der kontextuale Perspektivenwechsel ist ja nie abgeschlossen. 🙂

  23. Eine Super Podcast-Folge!

    Endlich wird die Thematik mal allgemeinverständlich auf den Punkt gebracht. Weiterhin gefällt mir die sehr differenzierte Auseinandersetzung mit (a)sozialen-Netzwerken, die zum einen Menschen wieder mehr und sogar über Grenzen hinweg miteinander kommunizieren lassen, zum anderen aber daraus auch wieder Profit schlagen. Allerdings bin ich etwas verwundert, das in der Zusammenfassung am Ende dieses Beitrages Google+ so lobend erwähnt wird, scheint mir das Geschäftsmodell zum, im Beitrag erwähnten Facebook, doch sehr ähnlich.

    Unter https://wiki.fsfw-dresden.de/doku.php?id=software:programme:soziale_netzwerke:start habe ich eine kleine Linkliste zu “freien” und dezentralen sozialen Netzwerken erstellt. Sollte jemand weitere kennen, freue ich mich über Mitteilung

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