Soziopod #006: Kant 2012 – Der vernünftige Jahresrück- und -ausblick

Herr Breitenbach und Doktor Köbel sprechen über Kant, dem kategorischen Imperativ und die Ereignisse im vergangenen Jahr auf die man die Theorie ganz praktisch anwenden kann. Was würde Kant zu Guttenberg sagen? War der Atomausstieg nach Fukushima “vernünftig”?

Diese Ausgabe lief zum ersten Mal live auf http://moepmoep.org, daher gab es immer wieder Fragen und Anregungen aus dem Hörerchat. Leider gab es in der Pause eine technische Störung, so dass wir zu spät wieder auf unseren Aufnahmeknopf gedrückt haben und somit fehlt eine große Passage im Jahresrückblick (Arabischer Frühling, die Attentate von Norwegen, Gaddafi etc.) Wir bitten um Entschuldigung. Falls jemand die Live-Sendung zufällig mit aufgezeichnet hat, so wäre es super, dass wir das ggf. noch nachträglich reinschneiden können. Teile der Preshow haben wir ebenfalls weggeschnitten.
Intro “Gerhard Polt: Im Buchladen”

Der kategorische Imperativ

Kant für Anfänger

Die nächste Ausgabe ist ebenfalls schon geplant und sie findet voraussichtlich im Zuge einer Feldforschung statt. Wir werden uns mit dem Thema “Hackerethik” beschäftigen.

9 Comments

  1. Pingback: Aufräumen im neuen Jahr | Die Hörsuppe

  2. Ahoi. Zum aktuellen Podcast, Stichwort: Basisdemokratie, hätte ich noch ein paar Gedanken.

    Ich glaube das Konzept ist auf gar keinen Fall veraltet, auch wenn es antik ist. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten haben wir die Chance Meinungen im Sinne eines absoluten Pluralismus zu aggregieren. Bisher war das nicht der Fall und direktdemokratische Mechanismus konnten nur auf wesentlich kleineren Ebenen (in Deutschland auf Länderebene oder in einem kleinen Staat wie der Schweiz) logistisch durchgeführt werden.

    Außerdem würde ich sogar soweit gehen und sagen, dass nur basisdemokratische Prinzipien unserer heutigen komplexen Gesellschaft gerecht werden.

    Die Wahlbeteiligung befindet sich bundesweit auf dem absteigenden Ast, während es bei Landtagswahlen zum Teil noch viel schlimmer aussieht. Natürlich kann man argumentieren, dass weniger Menschen wählen gehen, weil sie insgesamt zufrieden mit der Situation sind, aber Umfragen legen nahe, dass der Grund ein Vertrauensverlust der parlamentarischen Demokratie ist. Aus ökonomischer Sicht macht es ohnehin keinen Sinn zu wählen (denn die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Stimme den Ausschlag für die präfierte Regierungsbildung gibt, übersteigt die Kosten bei weitem.)

    Wenn die Bürger aber durch direktdemokratische Mechanismus wieder in die Politik finden und sich vermehrt damit beschäftigen, kann dies nur im Sinne der Demokratie und einer pluralen Gesellschaft sein. Wenn nun noch sämtliche politische Abläufe transparent dokumentiert und für jedermann frei zugänglich gemacht werden, was wiederum auch erst durch die neuen Möglichkeiten im Bereich Kommunikations machbar ist, dann kommen wir einer Demokratie näher, die mehr Menschen mitnimmt. Durch mehr Informationen kann jeder Bürger eine viel reflektiertere Haltung zu einem bestimmten Sachverhalt einnehmen. Auf der anderen Seite muss der Parlamentarismus und das Abdelegieren von Souveränität an Volksvertreter ein integraler Bestandteil unserer Demokratie bleiben. Es spricht für mich jedoch nichts dagegen, dass direktdemokratische Elemente selektiv genutzt werden sollten.

    Der Erfolg der Piraten trägt der Sehnsucht nach Mitbestimmung ja Rechnung.

    Nein, ich bin weder Pirat, noch Informatiker oder in irgend einer anderen Partei 😉

    Abschließend noch ein großes Lob für euren Podcast! So lehrreich und interessant wird man selten unterhalten. Vielen Dank!

  3. Sehr schön, beste Folge bis jetzt! Mehr Kant-Theorien, toll, wie ihr die vorstellt! Weiter so.

  4. Pingback: 26. April 2012: Podcast-Logbuch « Schichtstufen

  5. Hallo,

    zunächst einmal ein riesen Lob an Euren Podcast. Konzeptuell, qualitativ sowie inhaltlich gefällt er mir sehr gut. Da ich viele Podcasts von Tim Pritlove aus der Metaebene höre, neige ich dazu, andere Podcasts immer mit diesen zu vergleichen. Ihr könnt da locker mithalten.

    Es war deutlich rauszuhören, dass Patrick mit den Antworten, die Nils im Sinne Kants gegeben hat, nicht vollends zufrieden war. Darum möchte ich dieser Ausgabe eine Zusammenfassung des Kategorischen Imperativs, die ich 2011 geschrieben habe, hinzufügen. Vielleicht hilft der Text ja dabei die ein oder andere Unklarheit zu beseitigen.

    http://danielnoethen.de/KI.pdf

    Viele Grüße

    Daniel

  6. Leider hat auch dieser Podcast am Ende wieder eine lange "leise" Einheit. Die könnte man ruhig rausschneiden. Das macht das Durchhören einfacher und angenehmer. Ansonsten auch wieder ein schöner Rückblick. 🙂

  7. Wann kommt denn eigentlich mal die Folge über die Hackerethik? 🙂

  8. Pingback: Die Kuh oder der Melkstall – wer ist wichtiger? | dmhdf – das Blog der Mittelmäßigkeit

  9. Ich bin vor ein paar Tagen auf euren Podcast gestoßen und war so begeistert, dass ich mittlerweile alle Episoden durchgehört habe. Hier will ich mich noch mal dafür bedanken, dass ihr geschafft habt, was 12 Jahre Schule nicht auf die Reihe bekommen haben: Den Unterschied zwischen der Goldenen Regel und dem kategorischen Imperativ zu vermitteln. Danke dafür und für euren Mut auch Tabu-Themen, über die sonst niemand diskutiert, anzusprechen. Weiter so!

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