Soziopod #020: Frankfurter Schule – Die Verflüssigung der Macht

Diesmal sprechen Herr Breitenbach und Doktor Köbel über die Frankfurter Schule und ihre prägenden Ikonen. Mit dem Marx/Freud Mashup der kritischen Theorie wollten Adorno, Horkheimer & Co die Macht verflüssigen und sie gingen der Frage nach: Wie konnte Hitler eigentlich geschehen? Als die beiden dann mit ihrer “negativen Dialektik” in einer Art philosophischen Burnout gefallen zu sein schienen, betrat der Schüler Habermas in schillernder Rüstung die Bühne und entrümpelte das Frankfurter Institut mit seiner Theorie des kommunikativen Handelns. Interessante Randnotiz: Walter Benjamin war der Urvater des Audio-Podcasts. Und das Schlusswort übernimmt Herr Hegel.

Links zur Sendung (wird ggf. ergänzt):

Institut für Sozialforschung Frankfurt
Kritische Theorie
Negative Dialektik
Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug
Theodor W. Adorno
Max Horkheimer
Jürgen Habermas (WP)
Erich Fromm
Herbert Marcuse
Walter Benjamin
Axel Honneth
Fragen an den Autor: Erich Fromm über Destruktivität
WR121 Liebesgrüße aus Lauers Büro (Ortsgespräch)
Soziopod Freud
Soziopod Marx
Soziopod Fundamentalismus
Soziopod Bildung

21 Comments

  1. Luther Blissett Reply

    Wunderbar! Hochinteressant! Großartig! Der unterbewertetste Podcast im deutschsprachigen Raum!

    Vielen Dank!

  2. Pingback: Vorhersage Freitag, 16.11.2012 | die Hörsuppe

  3. Viele Grüße aus Bayern. Euer Gespräch hat mein Samstagsfrühstück begleitet. Ich sende ich euch auch gerne ein bißchen emotionalen Mehrwert: Die Sendung hat mir gut gefallen!

  4. Bildung ist die Fähigkeit, in den Gedanken des anderen mitgehenzukönnen – Hegel

    Sehr schöner Satz, das ist leider nicht das, was man in der 'intellektuellen Szene' antrifft.

    Es sich eben nicht beweisen zu müssen, sondern in der Sache aufzugehen und sich ihr hinzugeben, nur so kann man etwas schöpfen und nicht eigene Positionen zerhärten.

  5. Im Schweinsgalopp durch die Geschichte – die Bewertung der kritischen Theorie als etwas, das von einem strahlenden Ritter nur wieder aufgepäppelt werden musste, um letztlich intellektuell im Mülleimer der Geschichte entsorgt zu werden (wo vermutlich auch der "total veraltete" Marx gelandet ist) – nein, tut mir leid, das fand ich nicht angemessen. Es verführt dazu, vorschnell zu sagen: "Kritische Theorie, Adorno? Aber klar doch, kenn ich. Das ist doch der mit der Kulturindustrie? Da sind wir doch dank Internet weit drüber hinaus." So ungefähr kams ja denn auch 🙁

    Aber spätestens da hätte eine Diskussion einsetzen müssen, in der klar werden müsste, dass Kapitalismuskritik mehr ist als die Verurteilung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Manchester im 19. Jahrhundert.

    Natürlich muss man in einem solchen Podcast vereinfachen – doch dann bitte so, dass es den Unkundigen neugierig macht, sich selber damit auseinanderzusetzen – nicht so, dass er glaubt, im Anschluss das Thema einfach abhaken zu können. Denn wenn die Kritische Theorie nicht auch heute noch von Bedeutung wäre – warum habt Ihr darüber überhaupt gesprochen?

  6. Herr Breitenbach Reply

    Dann bitte besser machen, ergänzen und dann hier verlinken. 🙂

    Das wäre dann eine konstruktive Teilnahme am Diskurs ganz im Sinne der kritischen Theorie.

    Ansonsten kann man in etwas mehr als einer Stunde keinem Thema wirklich vollständig gerecht werden. Ist auch nicht so als ob wir die Mission hätten die kritische Theorie in diesem Format abzubilden.

    Aber trotzdem danke für den Hinweis. Mitdenken und Weiterbildung ist immer gefragt. Ist ja nicht so als ob wir der Brockhaus wären. Daher sind wir für konstruktive Ergänzungen in Linkform sehr dankbar.

  7. Wieder einmal ein sehr anregender Podcast von euch, vielen Dank dafür.
     
    Meine Anregung für ein zukünftige Thema wäre, dass ihr euch eingehender mit Michel Foucault (http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Foucault) befasst, insbesondere dessen Buch "Überwachen und Strafen". Foucaults Machtbegriff liegt quer zu allem, was bisher über Macht gedacht wurde (so auch von Adorno und Habermas) und wäre eine schöne Weiterführung des heutigen Themas "Verwertungsinteressen".

  8. LysannFischerman Reply

    Also ich glaube ihr unterschätzt abhängigkeit und das sich wehren können, Ohne hartzIV erfahrung, ohne jedwede schmerzhaftigkeit mit autoritäten/strukturen. Bildung ist heutzutage auch nicht mehr = urteilskraft.
    Guckt euch doch eure verschulten unis an, sowas hätte es "früher" nicht gegeben. Dr köbel steckt doch in dem system. eben was keine zeit gibt, was schnell.schnell ausbildet.

  9. breitenbach Reply

    @LysannFischerman Bildung findet idealerweise auch unabhängig von Einrichtungen und Zeiträumen sein. Sie sollte lebenslang stattfinden. Egal ob während dem Job, dem kurzen Studium oder einer Arbeitslosigkeit. Der Zugang zu Bildung und auch Kultur ist – trotz aller wahrgenommener sozialer Misere – in kaum einem Land auf der Welt so gut wie hier. Wer sich wirklich bilden will, kann das jederzeit tun. Es gibt ausreichend und gut bestückte Bibliotheken, die man unabhängig von Einkommen nutzen kann. Es gibt kostenlose Bildungsangebote, die man jederzeit wahrnehmen kann.
     
    Das ist ggf. etwas anstrengender für manche Menschen, aber viele tun es. Nur bemerkt man diese Menschen nicht, weil sie es einfach tun ohne groß darüber zu reden.
     
    Trotz einer scheinbaren beschissenen Lage: Einkommen und/oder sonstige Freiräume ist kein Garant für gute Bildung. Freie, "unverschulte" Universitäten nutzen überhaupt nichts,  wenn der Freiraum von den Menschen nicht erkannt und entsprechend genutzt wird. Freiräume kann man sich auch wieder erkämpfen. Wo sind denn die Bildungsproteste?
     
    Bologna ist extrem ärgerlich, keine Frage, dennoch gibt es Menschen und da zähle ich Nils Köbel dazu, die darum kämpfen, dass das ursprüngliche Humboldtsche Bildungsideal trotz Bologna bewahrt bleibt oder durch Umwege wieder Einzug erhält. Bologna ist ein schwammiges Regelwerk. Die Unis und Hochschule haben die eigentliche Gestaltungsmöglichkeit. 
     
    Daher die konkrete Gegenfrage: Was sind pragmatische Alternativen und Vorschläge diese wahrgenommene Misere zu verändern? Was wäre die "Patentlösung"?

  10. LysannFischerman Reply

    und selbst wenn bildung vorhanden ist, es ist nicht die lösung für alles. Es gibt dr. der kulturwissenschaften, die heute deutsch für aussiedler unterrichten, ingenieure welche hartzIV beziehen, weil die wirtschaft lieber nach indien schielt und pädagogen/pflegewissenschaftler, die für ganz wenig geld relativ viel leisten müssen, nämlich überstunden inc..
    Wer sich bilden will, ja wer will sich bilden und warum?
    Das ist doch kein selbstzweck, sondern hat gründe, eben auch die erhaltung des menschen, seiner famile, seiner lebensumstände. Für den, der dadurch verdient ist es fast garnicht anstrengend und das ist eben mein vorwurf an diese diskussion. Da sind die ideen von sozialismus so weit weg, weil die gesprächspartner so satt sind.

  11. breitenbach Reply

    @LysannFischerman Bildung ist nicht die Lösung für alles. Hat auch niemand behauptet. Und wie gesagt nur weil man eine sogenannte Bildungsinstutition besucht hat, einen Abschluss hat, sagt das noch lange nichts über dessen Bildung aus. Bildung ist ein lebenslanger Prozess. Er endet weder im Beruf noch mit einer Professur.Es gibt einen Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung. Ausbildung dient einem Zweck, nämlich einen bestimmten Beruf ausüben zu können. Bildung dient der Persönlichkeitsentwicklung und dazu Sinnzusammenhänge über den eigenen Horizont hinaus zu begreifen. Wie gesagt: Bildung hat nichts mit sozialem Status zu tun. Im Gegenteil.
     
    Gerade ein Großteil der Sozialisten stammen aus elendigen Bedingungen und haben trotzem an Bildungsprozessen teilgenommen, während wiederum Kinder der Vermögenden lieber der Zerstreuung nachgehen usw.
     
    Ich fürchte wir reden einfach komplett aneinander vorbei.
     
    Bildung ist deshalb so anstrengen, weil sie aus sich selbst heraus kommt und nicht nur von außen bedient werden kann. Selbst wenn wir Milliarden in Bildung stecken, was nutzt es wenn am Ende niemand das Angebot wahrnimmt?
     
    Ansonsten scheinen mir die Aussagen (Indien und co.) etwas zu pauschal zu sein.

  12. LysannFischerman Reply

    Och, ich schreibe über indien und co so locker und lässig verallgemeinernd wie es hier m.m. nach zulässig ist. Darin fließt mein ärger ein, den ich nach dem fall der mauer hatte, wo viele fachleute der ddr nicht übernommen wurden, andere aus dem westen karrieren machten, die sie hier (westen) eben nicht hätten machen können. Die logik schmecke ich noch nach, wenn ich die arbeitslosenzahlen im osten plus die radikalisierung der rechten anschaue.
    Ich bemühe mich nicht an euch vorbei zu schreiben, aber die kritik bleibt, diese diskussion ist eine aus dem elfenbeinturm.
    Nach der erklärung der  zusammenhänge bleibt es im historischem hängen ohne im 21.jahrhundert anzukommen. Die belehrung: Bildung ist alles wird spätestens im afrika des 21 .j. widersprochen, wo menschen zur schule gehen und hinterher keinen job bekommen.
    Der postkapitalismus wäre zu besprechen.
     
    Was fehlt ist die eher psychoanalytische sichtweise, warum bilden sich menschen, wenn es nicht ums geld geht?
    Warum ist es bei breitenbach damals auf einmal los gegangen und bei anderen nicht?
    Warum drängt es breitenbach allen die welt zu erklären?

  13. breitenbach Reply

    @LysannFischerman Dann bin ich sehr auf die ergänzenden Diskursbeiträge aus der Perspektive von LysannFischerman im Netz gespannt. Ich denke ich habe nun soweit alles dazu gesagt, was ich dazu sagen kann.Ich kenne übrigens keinen Diskussionsbeitrag, der sich nicht irgendwie im hermetischen Raum der eigenen Lebenswirklichkeit befindet. (Kosntruktivismus).
     
    Mein Background: Ich bin kein Akademikerkind. Ich bin Arbeiterkind West. Stahlindustrie. Mein Opa (Gewerkschaftler und Sozi) hat mir Bildung vorgelebt. Er hat es einfach gemacht. Viel gelesen. Viel diskutiert. Sich für vieles interessiert. Nicht alle die um ihn waren hat das automatisch so geprägt. Daher ist auch das kein Erklärungsmodell. Woher also mein Drang kommt die Welt zu verstehen und zu erklären? Ich weiß es nicht. Ich weiss nur, dass es nicht so einfach daher kommt, sich aber zunehmend selbst verstärkt. Es beginnt mit Interesse. Mit Hinterfragen. Mit Öffnung für viele Sichtweisen. Auch ich hatte Brüche in meiner Biografie, auch ich hätte ganz unten bleiben können. Hab ich aber nicht. Warum? Weil ich irgendwann begriffen habe, dass ich es selbst beeinflussen kann, dass es aber anstrengend sein kann und es einfach mit Übung zusammenhängt. 
     
    Wie auch immer. Es ist sicherlich komplexer als Schwarz/Weiss. Ost/West. Arm/Reich. Kapitalismus/Sozialismus.

  14. Sehr schön, ich habe in Erinnerungen geschwelgt, weil seit 20Jahre dem Thema komplett den Rücken gekehrt nach Soziologiestudium in Ffm. Es ist als holte mich gerade die Vergangenheit wieder ein, in Vorlesungen von Honneth, Dubiel und Habermas (Abschluss 1991) Wie auch immer, ich will nicht rührselig werden. Vieles war vergessen, ihr habt das gut gemacht, soweit man so einen Schweinsgalopp in einer Stunde überhaupt hinlegen kann. Hinweis: Weniger Kant bei diesem Thema, mehr z.B. Marcuse (Herbert). Ich bin recht sicher, rückwärts zu gehen ist besser vermittelbar und sicher auch etwas verdaulicher. Wie wärs also mal mit dem Thema "Repressive Toleranz" . "Permissive Society" – ich glaube das hat Sprengkraft zB. vor dem Hintergrund der Entwicklung unserer Mediengesellschaft, neuer Partizipationsmodelle, Social Networks ….. ich denke laut. Nur eine Anregung. Ich schau jedenfalls bestimmt mal wieder rein. Höre rein, natürlich.

  15. Großartig und hört sich nach Wetten dass…?! am Samstag aktueller denn je an… Ich hab zum zweiten Mal versucht, das zum Einschlafen zu hören, aber dafür ist es zu interessant und hält die Birne wach 😉 Lieben Dank, ich fühlte mich "zweckfrei gebildet"!

  16. Hallo liebes Soziopod-Team,

    vielen Dank für euren Podcast und speziell diese Folge, die ich wieder mit großem Interesse gehört habe.

    Eine Anmerkung habe ich jedoch, da mir eine Äußerung in dieser Ausgabe nicht gut gefallen hat:

    In Minute 51 sprecht ihr über Prostitution und die (mögliche) Position Habermas und Adorno dazu. Eure Kernthese ist dabei, dass beide die Prostitution ablehnen würden, da eine Kommerzialisierung von Erotik und sexuellen Akten etwas Schlechtes ist, da Sexualität lediglich einer romantischen (Paar-)Beziehung vorbehalten werden müsse.

    Meines Erachtens nimmt diese Feststellung eine zu starke Wertung des Berufs Sexarbeit und der darin tätigen Menschen vor. Viele Menschen verstehen die Sexarbeit und das Anbieten sexueller Dienstleistungen als logische Konsequenz der sexuellen Selbstbestimmung und Befreiung. Wenn ein Mensch sexuelles Verlangen frei ausleben möchte, steht es ihm meines Erachtens frei, dies auch in einem kommerziellen Rahmen zu tun.

    Dieser Blogpost einer Sexarbeiterin und Aktivistin in diesem Bereich befasst sich mit der Fragestellung und erläutert ihre These, wieso Sexarbeit als "sexuelle Emanzipation der Frau" verstanden werden kann: http://courtisane.de/blog/?p=345

    Da ich in Frankfurt Soziologie studiere, bin ich häufig dort und wir können das Thema gerne mal bei einem Tee besprechen. 🙂

    Liebe Grüße,

    Kevin

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  19. Zunächst: Bin erst heute auf Eure Arbeit gestoßen und finde es ganz fantastisch!

    Um hier noch kurz Input zu geben für Interessierte, die vielleicht auch jetzt noch die Kommentare lesen 😉 :
    Eva Illouz: Warum Liebe weh tut.
    Sehr interessante Ausführungen über die Architektur der Liebe. Schlagwörter wären hier: Heirats!märkte!, Idealbild des Liebesbegriffs, Machtstrukturen zwischen den Geschlechtern.
    Da darf dann auch Fromm nicht fehlen, der über die Kunst zu lieben geschrieben hat und natürlich Haben oder Sein.
    Beide schließen meiner Meinung nach sehr gut an den Teil der Diskussion über Liebe an. Liebe und zweckrationale Vernunft, aber vielleicht auch der Liebesbegriff als idealisiertes Bild, als schwer zu erreichender Ausdruck kommunikativer Vernunft? Wie vielleicht auch anschließend an solcherlei Gedanken das verzweifelte Streben nach Glück mit marktförmigen Mitteln.

    Ebenso zu Beruf und Berufung:
    Kritik des Kapitalismus – Integration der Kritik – neue Tendenzen der Sinnsuche (übrigens auch durch die Liebe als etwas in religiöser Weise/transzendental aufwertbares) – jenseits der prothestanisch geleiteten Ethik wieder Streben nach dem Beruf als Berufung und damit die Selbstgestaltung als Marktsubjekt – zugunsten des ökonomischen Systems. Da fallen mir dann “Das unternehmerische Selbst” von Bröckling ein und auch Neckel in gewisser Weise.

    Aber das eben nur als kleine mögliche Anreize am Rande um sich weiterführende Gedanken zu machen 🙂

  20. @Dr.Köbel:
    Sie haben völlig Recht damit, dass man die Masse zu einer Bildungsfähigkeit ermächtigen sollte bzw. diese an eine intrinsische Bildungsfreudigkeit heranführen sollte, die dann im Sinne einer konstruktivistischen Didaktik internalisiert wird. Damit aus dem Fluss der Information letztlich Wissen und dann Bildung und Selbst(heraus)bildung im Sinne Humboldts und anderer wird.

    Dabei ist natürlich immer die Gefahr in das abzugleiten was Adorno als “Theorie der Halbbildung” kritisierte.

    Dabei ist allerdings zu beachten, dass es DEN Universalgelehrten heutzutage anhand der Menge an Wissen gar nicht mehr geben kann, so dass es oftmals tatsächlich bei der Halbbildung bleibt.

    Wichtig sind daher Kompetenzen wie man das für sich notwendige Wissen effektiv und effizient frequentieren zu können.

    Um dieses Streben nach Bildung zusammenzufassen möchte ich den Begriff der “informellen Bildung” ins Feld führen, denn nur so lässt sich die Masse überhaupt bilden, indem selbige außerhalb genormten strukturellen Bildungsformaten (die wiederum nur für einen bestimmten Teil oder nur für bestimmte Eliten zugänglich sind) Bildung erfahren können.

    Und jetzt komme ich zu den von Herrn Breitenbach angebrachten Vorschlägen, dass jene Bildung einfach zugänglich sein muss. Er nannte das Beispiel mit der Sendung mit der Maus.

    Dies auf das Internet übersetzt heisst:
    Die Strukturen und Inhalte im World Wide Web müssen barrierearm und benutzerfreundlich sein, so dass sich Menschen in die Lage versetzt werden das Gelesene zunächst lesen zu können und dann auch verstehen zu können.

    Ein Punkt aus den Theorien zur Accessibility im Netz (Zugänglichkeit) ist bspws. die Verwendung einfacher Sprache.

    Einstein sagte einmal:
    Macht Theorien, Inhalte,… einfach ABER nicht einfacher!

    Dies bedeutet dass man schaut wo sich Sprache vereinfachen lässt, aber immer und in jedem Fall ist dies eben auch nicht möglich.

    Daher ist Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit im Web immer ein sich Hinbewegen auf ein Ideal welches man aber niemals vollkommen erreichen kann.

    Also, nochmal als Fazit:
    – informelle Bildungsstrukturen sind für die Masse essentiell und existentiell.
    – mit dem Internet haben wir ein mächtiges Instrument der informellen Bildung.
    – Webseiten müssen barrierearm und benutzerfreundlich sein.
    – nur wenn der Nutzer kleine Bildungsgratifikationen erfährt klickt er sich intrinsisch motiviert weiter, Bspws. in der Wikipedia von einem Artikel zum nächsten.

    Es grüßt
    Ein ebenfalls promovierter Sozialpädagoge und Erziehungswissenschaftler / Sozialwissenschaftler.

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