Fans

Liebe Fans,

ihr hört uns jetzt schon so lange beim reden zu und kennt uns vermutlich ziemlich gut. Einige von euch durften wir schon an unseren Live-Events ein bißchen näher kennenlernen, manche kommen öfter, manche sind uns sehr ans Herz gewachsen und mit manchen arbeiten wir zusammen. Aber wer ist der Rest von euch? Wem sind wir noch nicht begegnet? Wer seid ihr? Was interessiert euch? Warum hört ihr uns? Was bindet euch an uns?

Wir sind sehr sehr neugierig!

Die Kommentare sind geöffnet.

54 Comments

  1. Lieber Herr Breitenbach, lieber Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. Nils Köbel,

    bislang war ich immer stiller Zuhörer, aber heute habe ich ein Zeichen des Schicksals erhalten, euch zu schreiben. Ich habe einen eigenen Podcast, der jeden Sonntag erscheint. Und in der jüngsten Episode von heute morgen mit dem Thema “Was macht einen guten Podcast aus?” habe ich auf euch verwiesen als ein Beispiel für einen dynamisch-informierten Cast mit starken Meinungen. Gerade ist die Episode veröffentlicht, da taucht Patrick Breitenbach in meinem Twitter-Feed auf und fordert die ‘unbekannten Fans’ auf, euch zu schreiben. Ich fühlte mich angesprochen!

    Vor knapp fünf Jahren habe ich euch entdeckt, weil ihr über ein Thema gesprochen habt, über das ich derzeit eine Hausarbeit geschrieben habe. Bald habe ich die vorherigen Episoden nachgeholt und seitdem bin ich dabei. Ihr habt mich also von den frühen Tagen meines Studiums bis zur Masterarbeit begleitet. Vielen Dank dafür!
    Eure Gespräche sind durchweg informativ, interessant und bieten dennoch genügend Ecken, um sich daran zu stoßen und darüber zu diskutieren. Wenn ich mich heute mit einem neuen Gegenstand oder Theoretiker beschäftigen möchte, höre ich als Einstieg die jeweilige Soziopod-Folge nochmal, weil ihr mir dabei helft, mich in die Gedankenwelt des Autors hineinzuversetzen.

    Auf die richtige Gelegenheit, um zu einem eurer Live-Events zu kommen, warte ich noch. Manches mal ist sie mir entgangen aus unterschiedlichen Gründen, aber eines schönen Tages wird das noch was.

    Ich danke euch für die unzähligen Stunden, die ihr mir im besten Sinne in den Ohren lagt.

    • Herr Breitenbach Reply

      Danke lieber Stefan!

      Wir sehen uns bestimmt irgendwann mal live!

  2. Hallo ihr beiden,
    zum einen höre ich euren Podcast, weil mich die Themen bereits an sich interessieren. Zum anderen schätze ich eure Diskussionsfähigkeit; wenn ihr nicht der selben Ansicht seid, tauscht ihr in sachlich angenehmer Manier Argumente aus. Neben der recht großen Schnittmenge eurer und meiner Ansichten (auf die Problematik der Filterbubble möchte ich jetzt nicht eingehen) habt ihr nicht zuletzt sehr schöne Sprechstimmen, was das Hören eurer Folgen immer ein Highlight darstellt.

    • Herr Breitenbach Reply

      Danke lieber Volker, das hören wir gerne!

  3. Alexander Dombrowski Reply

    Hi,

    aus Höflichkeit und Dankbarkeit an euch, helfe ich euch gerne bei eurer kleinen Marktforschung/Kundenbefragung. Ja, ich nenne das so. Mit ein bisschen Ironie aber auch einem Fünkchen Ernsthaftigkeit, weil ich Wiwi Student bin.

    Ich schreibe gerade an meiner Masterarbeit über die Bedeutung gesellschaftlicher Akzeptanz für Unternehmen, weshalb das wenig mit Legitimität zu tun hat und wie Unternehmen die Balance zwischen Gewinn und Investment in gesellschaftliche Akzeptanz finden. Dabei geht’s nicht um absolute Akzeptanz Niveaus, sondern nur um relative im Vergleich zum Wettbewerb, weshalb die Auswirkung von Skandalen auch ein Kapitel bekommen wird.

    Das war jetzt vielleicht ein Satz zuviel dazu. Egal. Jedenfalls seid ihr auch ein Grund, weshalb ein BWLer mit Nebenfach VWL Bock auf Soziologie und Philosophie bekommen hat. Generell interessiert mich vor allem das Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Gesellschaft.

    Die Folgen über Popper, Marx, Bourdieu, Konstrktivismus, Luhmann und Frankfurter Schule haben mich bisher am meisten begeistert. Der Rest war aber trotzdem feinste Sahne. Ich habe keine Wünsche an euch. Macht einfach was ihr spannend findet, dann wirds auch gut.

    Ich höre euch, weil ich audiophil bin und ihr es schafft die Thematiken für mich ordentlich aufzubereiten. Achja, es könnte euch interessieren, dass ich euch auf 1,1 bis 1,3 facher Geschwindigkeit höre, je nach freier “Hirnkapazität”. Ordentliche Shownotes sind sehr wichtig für mich, um nachträglich schnell etwas nachlesen zu können.

    Mich bindet an euch euer Inhalt. Ihr seid kein Podcast zu einschlafen oder aufwachen, sondern einer zum joggen, Fahrrad fahren oder für Hausarbeit. Also nur für Fälle in denen viel Hirnkapazität ungenutzt bleibt.

    Vielen Dank für eure klasse Arbeit und liebe Grüße aus Augsburg,

    Alexander Dombrowski (26 Jahre)

    • Herr Breitenbach Reply

      Lieber Alexander, danke für deinen Beitrag und dein Lob.

      Das mit der 1,3-fachen Geschwindigkeit ist aus Sicht der Marktforschung natürlich hochinteressant und lässt mich als marketingaffinen Menschen über ein mögliches neues Produkt rätseln 😉

      Liebe Grüße nach Augsburg!

  4. Geschätzter Herr Breitenbach & Herr Köbel,

    es freut mich, dass ihr euch so für eure Zuhörer interessiert. Ich bin Psychologin und interessiere mich für gesellschafliche Entwicklungen und Philosophie, da ich dabei noch mehr über Menschen lerne und ich gerne über komplexe Themen nachdenke. Wie ihr, bin ich ein riesen Fan von Popper. Ich höre euren Podcast zumeist zur Entspannung beim Puzzeln oder Baden und zur Unterhaltung unterwegs in Bus und Bahn. Mir gefällt wie ihr diesen Podcast zusammen macht und ich empfehle ihn öfter weiter. Morgen werden wir uns nun das erste Mal bei einem Podcasttreffen in Hamburg sehen, auf das ich mich schon freue.

    • Herr Breitenbach Reply

      Danke für dein tolles Feedback. Dann sehen wir uns ja morgen. Vielleicht mal kurz bemerkbar machen oder am Besten gleich mit auf die Bühne kommen und mitmachen. 🙂

  5. Hallo ihr Beiden,

    ich kenne den Podcast seit eurer Grimmepreis-Auszeichnung, damals habe ich eine Episode gehört, das ganze für gut befunden aber dann wieder vergessen. Vor einem Jahr war dann mein Abitur geschafft und ich hatte endlich Zeit, meinen Interessen zu fröhnen. Neben dem immer nebenherlaufenden 1-2 Spielepodcasts, hatte ich endlich freien Kopf und habe neben euch den Alternativlos, Aufwachen, und Lage der Nation-Podcast abonniert. Und was soll ich sagen, ich habe mittlerweile alle Folgen nachgehört und dabei für mich einiges mitgenommen.

    Unter anderem wegen euch sitze ich gerade in einer neuen WG, in einer neuen Stadt und warte darauf, nächste Woche mein Studium in Political and Social Studies anzufangen.
    Live habe ich euch noch nicht gesehen, gehört oder getroffen, aber ich bin ohnehin eher der stille Zuhörer der nur dann intervenieren würde, wenn ihr wirklichen Stuss erzählt und dieser ohne Gegenargument oder Nachfrage im Raum stehenbleibt. Das passiert aber durch eure gegenseitige Herz-und-Nierenprüfung der Argumente des Anderen bisher gar nicht.

    Ich höre euren Podcast eigentlich ausschließlich beim Radfahren und laufen, nicht sportlich sondern um von A nach B zu kommen. Tatsächlich ertappe ich mich manchmal dabei, früher aus dem Haus zu gehen oder Umwege zu fahren, wenn ich abschätzen kann, dass dieser Gedankengang an dem ihr gerade bastelt noch ein wenig länger dauern könnte.
    Shownotes benutze ich eigentlich nur im Nachhinein, wenn mir ein bestimmtes von euch angestoßenes Thema über Stunden im Kopf herumgeistert und ich zu keinem Punkt komme; Zumal ich beim Radfahren mein Handy lieber in meiner Hosentasche lasse, anstatt eure Shownotes anzuschauen während ich im Stadtverkehr fahre.

    Liebe Grüße,
    Kolja (20)

    • Herr Breitenbach Reply

      Wow! Was für ein tolles Feedback.
      Danke, lieber Kolja und alles erdenklich Gute für den Start in dein neues Leben!

    • Political and Social Studies in Würzburg? Tu’s nicht!

  6. Hallo,
    auch ich höre als soziologisch interessierte Frau gern Euren Podcast. Auch wenn nun mein Studium ein wenig her ist, frische ich mein Wissen wieder auf und lerne auch gern Neues dazu. Besonders eure erfrischenden Diskussion zu den einzelnen Themen sprechen mich sehr an. Dann bekomme ich wieder Lust mir ein geistreiches Buch anzuschaffen und tiefer in ein Thema einzutauchen.
    Außerdem bin ich selbst Podcasterin und starte demnächst einen neuen Podcast mit dem Titel “Inklusionswerkstatt”. Gerne würde ich euch zu gegebener Zeit zu meinem Podcast einladen und das Thema “Inklusion” aus soziologischer Sicht mit Euch diskutieren. Vorausgesetzt ihr habt an dem Thema Interesse.
    Ansonsten wünsche ich mir weitere spannende Podcasts zu gesellschaftlichen Fragestellungen.
    Herzliche Grüße
    Esther
    (https://inklusionsberaterin.de)

    • Herr Breitenbach Reply

      Danke liebe Esther,

      und ja wir sind gerne auch zu Gast in anderen Podcasts. Also einfach melden, wenn es soweit ist. Viel Erfolg bei deinem spannenden Projekt!

  7. Hallo Hr. Breitenbach, Hallo Dr. Köbel!

    Danke für die Gelegenheit für Feedback, die werde ich glatt nutzen.
    Eure Episoden sind wunderbar lang, ausführlich und auch für einen juristisch geprägten (und auch sonst mit mäßigem Verstande gesegneten) Hörer verständlich. Ihr versteht es Interesse für Zusammenhänge und Themen zu wecken, die mich sonst nicht die Bohne interessieren würden. Zugegeben, es gab auch Episoden, die ich nach 45 Minuten entnervt weggeknipst habe (Gut, eine. Popper.), aber im Großen und Ganzen interessante fachfremde Unterhaltung und En-Passant-Bildung die ich nicht missen möchte. Ich höre den Podcast in der Regel beim Nachsortieren meiner Gesetzes-Loseblattsammlungen und habe mich schon mehrmals ertappt eine viertel Stunde mit einem einzelnen Blatt in der Hand an die weiße Wand vor mir zu stieren weil ich zu sehr in den Podcast vertieft war. Weiter so!

    Euer treuer Hörer
    Georg

    • Herr Breitenbach Reply

      Lieber Georg,

      danke für das wunderbare und sehr bildliche Feedback!

  8. Hey na aus Berlin,

    ich bin auf euch gestoßen als ich Anfang des Jahres genug von sinnloser Party, Alkohol- und Drogenräuschen hatte und auf der Suche nach sinnvolleren Werten und Inhalten aus Philosophie, Psychologie, Soziologie und generell Kulturthemen war. (Ich habe die Frankfurter Schule googelt und tadaa: da wart ihr).

    Seitdem seit ihr ein stetiger Begleiter in meinem Ohr (ich habe fast(?) alle eure Folgen runtergeladen und auf meinen Ipod gezogen) wenn ich koche, U-Bahn fahre, la la la oder mein Hirn einfach etwas “mundgerechtes” Futter braucht – ich kann nämlich wunderbar toll zu euch abschalten, “Erklär-Bär-Style”.

    Ich find euch wirklich super! In Berlin hab ich euch aber leider leider leider verpasst.
    Ich nutze die Gelegenheit jetzt noch und wünsch mir was: und zwar den angekündigten Podcast über Foucault – oder aber generell einen zum Thema ‘soziale Machtstrukturen / Hegemonialmächte und deren strukturelle Aufrechterhaltung’, vllt mit einer Randnotiz zu (Psycho-)Pathologisierung, definitiv mit dem Bezug zu Gender, Race und Class.

    Alles Liebe und Gute und weiter so und vorallem danke. Ihr seit so viel besser als Rausch.

    Valentine
    (25, Kulturwissenschafts und Gender Studies-Studentin der HU, Berlin)

    • Herr Breitenbach Reply

      Liebe Valentine,

      das freut uns sehr. Wir sehen uns dann sicher nächstes Jahr in Berlin.
      Und wir sind ja gerade mit Foucault schwanger. 😉

  9. Servus,

    ich habe begonnen Euch zuzuhören, als ich an meiner Dissertation an der TU Wien, Fakultät Bauingenieurwesen, arbeitete. Ich entwickelte eine morphologische Methode zur Beurteilung von architektonischen Entwürfen, deren Konstruktion der Familie der Leichtbaustrukturen zuzuordnen ist.

    Euer Podcast hilft mir sehr dabei, meine ingenieurswissenschaftlichen Erkenntnisse interdisziplinär begreifbar zu machen. Denn für die Beantwortung der wichtigsten Frage im Bauschaffen – das “Wie” zur Realisierung einer Aufgabe – müssen die Fragen nach der Bedeutung “Wozu” und nach dem Sinn und Zweck “Warum” des architektonischen Handelns ins Rampenlicht geholt werden. Für mich persönlich ist das Aufbrechen der verengten “Wie-Betrachtung” grundlegender Gegenstand ingenieurwissenschaftlicher Forschung, die um den historischen und gesellschaftlichen Kontext bemüht ist.

    Vielen Dank für die anhaltende Inspiration!

    Meine Verehrung aus Wien,
    Anna-Vera

    • Herr Breitenbach Reply

      Liebe Anna-Vera,

      einfach wow! Danke für das Feedback!

  10. Hi,

    ich höre euch seit ca. anderhalb Jahren. Anfangs empfohlen von einem Freund, interessieren mich die sehr spannenden Themen in euren Episoden immer enorm. Am Meisten gefällt mir die Ansichten und Lehren verschiedenster Soziologen und Philosophen im Kern erklärt und mit aktuellen Beispielen verdeutlicht zu bekommen. Ich selbst habe Medieninformatik studiert und deswegen (leider) nicht viel Kontakt mit den Themenbereichen die bei euch besprochen werden gehabt. Der Podcast erlaubt es mir dieses nachzuholen. Danke dafür.

    Ich höre euch unterwegs auf dem Fahrrad mit meiner Podcast App per RSS Feed (Ohne iTunes).

    Als Anregung möchte ich euch vorschlagen ab und zu Gäste in den Podcast einzuladen. Jedoch weiß ich dass Gäste oft mit Honoraren verbunden sind und bin mir dieser Hürde bewusst.

    Auf viele weitere Episoden!

  11. Hi!

    Ich höre euren Podcast immer beim Training im Fitnessstudio. Zum einen stemme ich dann nicht bloß stupide Gewichte, sondern bilde mich auch noch dabei. Quasi mens sana in corpore sano. 😉 Zum Anderen entspricht die Länge eurer Podcasts von etwa zwei Stunden ziemlich genau der Zeit, die ich für eine Trainingseinheit aufwende. Also nicht nur super für den Kopf, sondern auch super für den biologischen Johannes. 😉

    Ich höre euch seit ca. 2 Monaten und hab euch in Pocket Casts entdeckt. Hab mich gleich dafür interessiert, weil ich zwar von Haus aus Theologe bin (hab übrigens in Würzburg studiert ;), aber mein Fachgebiet die Christliche Sozialethik ist. Da seit ihr fachlich einfach eine hervorragende Ergänzung zu meiner theologischen Bildung. So frage ich mich etwa seit den Beiträgen aus Berlin und Hamburg, ob sich schon mal in der Theologie jemand mit Bourdieu und seinem Verständnis von Habitus und Milieus auseinandergesetzt hat und darüber nachgedacht hat, was das für die pastorale Arbeit der Kirchen bedeutet (Stichwort “SINUS-Milieu Studie”). Ich bin übrigens pastoraler Mitarbeiter im Bistum Essen – seeeehr spannend! 😉

    Ich wünsche euch und auch mir noch viele viele Soziopodcasts,

    Grüße aus Essen,
    Johannes

  12. Sternenstaub Reply

    Hallo Nils und Patrick! (Vornamen alphabetisch sortiert)

    Freut mich euch “kennen gelernt zu haben” 😉 Mich werdet ihr vermutlich eher nicht kennen lernen und wenig verpassen.

    Dass ich euch gleich duze hängt einerseits damit zusammen, dass das bei uns Arbeitern “hier unten” eher Usus ist und andererseits gehört das in Foren zur Nettiquette so viel ich weiß 🙂

    Ein Kollege von mir sagte mal, als ihn jemand beschimpfte weil er ihn gleich geduzt hat:
    “Bei uns in Tirol siezen wir nur Arschlöcher” 😀

    Also ich bin Facharbeiter vom (landschaftlich) schönen Kärntner Lande, 35 Jahre alt und lebe seit einigen Jahren in Wien. So wie ich jetzt ticke, ticke ich seit ca. Ende 20, davor war ich ein ziemlicher „Prolet“ (Aber meist ein Lieber ;-))
    Meine Lieblingspodcasts sind:

    – Soziopod
    – WRINT
    – DRadio Wissen
    – usw.

    Außerdem höre ich über meinen Podcatcher und Youtube “Sternstunde Philosophie”, diverse Wissenschaftssendungen und Kabarett.

    Bevorzugt in den Öffis, beim Autofahren und auch bei der Arbeit mit einem kleinen, unauffälligen Bluetoothstöpsel.
    Ich bin also einer dieser Typen die ständig mit dem Handy rumspielen und sich eher asozial verhalten.

    Der Großteil meiner Kollegen wurde ähnlich sozialisiert wie ich. Damit meine ich alle die ich in meinem bisherigen Berufsleben kennen gelernt habe und das waren verdammt viele, weil ich vor allem in den Anfangsjahren meiner „Karriere“ sehr aufmüpfig und somit meist nicht all zu lange bei einer Firma war.
    Also zu 99,9% (grobe Schätzung) tummelten sich Kinder von Arbeitern und „einfachen“ Beamten (Bahn, Polizei, etc.) auf den Baustellen und in den Fertigungshallen.

    Meine Bildung entstand durch Neugierde und Star Trek 😉
    Ich war immer schon technisch sehr interessiert und biografisch bedingt sehr skeptisch.
    Das heißt, „wie das Internet funktioniert“ hab ich schnell mal kapiert und es im positiven Sinne für mich zu nutzen gewusst. Keine Ahnung wer ich wäre ohne Internet!

    Meine Skepsis veranlasste mich stets dazu nach Kritik von Meinungen zu suchen, die mir auf den ersten Blick plausibel erschienen. Ich wollte immer mindestens eine zweite Meinung hören.

    Was ich bis heute leider nicht so ganz verstanden habe ist, warum ich so geworden bin wie ich bin und der Großteil meiner Kollegen aus der Arbeiterschaft eher unreflektierte, ich hätte beinahe gesagt, Soziopathen sind.
    Je tiefer man runter geht in der Hierarchie, desto böswilliger und hinterlistiger gehen Kollegen miteinander um. Das mag wohl daran liegen, dass ein Hilfsarbeiter die maximale Angst vor einem Jobverlust hat. Dass der Habitus der dadurch entsteht ein schlechtes Bild auf die ganze „Zunft“ wirft und Solidarität evtl. eher Vorteile im Zusammenleben bringen könnte, scheint bei den Individuen nicht angekommen zu sein.
    Die Leute zerfleischen sich gegenseitig und beschuldigen hinterher „die da Oben“, anstatt sich zu solidarisieren.

    Da mein Gehalt gerade reicht um über die Runden zu kommen und ich gelernt habe, dass es besser ist etwas unauffälliger zu sein um in einer Firma als Arbeiter bestehen zu können, behalte ich meine Meinung meistens für mich. Ich lebe damit mein Auskommen zu finden und mich privat mit Dingen auseinandersetzen zu dürfen die mich interessieren aber nicht überfordern.
    Auf der Abendschule habe ich nur Mathe geschafft. Für die Fächer wo viel auswendig zu lernen war, war ich meist zu müde und konnte meine Aufmerksamkeit nicht halten. Außerdem kamen private Dinge hinzu die mich gezwungen haben das Projekt Matura (Abitur) auf Eis zu legen und ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen es noch mal anzugehen.

    Naja, ich will euch nicht länger mit meinem Leben langweilen. Ich wollte es nur kurz anreißen damit ihr meine Meinung etwas einordnen könnt. Die Hintergründe sind natürlich vielschichtiger als ich es euch jetzt antun möchte.

    Für mich stellen sich also folgende Fragen:

    Erstens:
    Warum habe ich irgendwann angefangen mich weniger mit „Idioten“ abzugeben und mich mehr nach reflektierteren Menschen zu orientieren? Das Umfeld war nicht besser oder schlechter als bei den meisten Kollegen und da gibt es keinen mit dem ich über z.B. über den Soziopod sprechen könnte. KEINEN. Im privaten Umfeld natürlich schon. Aber unter meinen Freunden gibt es keinen Arbeiter mehr. Da bin ich sozusagen der letzte der „es nicht geschafft hat“.

    Zweitens:
    Warum wird meistens wenn über Bildung gesprochen wird, in Wirklichkeit AUSBildung gemeint?
    So lange es Jobs gibt die keinen Doktortitel erfordern ist das doch keine Lösung.
    Übrigens sind Diplomingenieure kulturell meiner Erfahrung nach auch eher Unterschicht. Stichwort: Fachidiot. Top Leute in ihrem Gebiet aber oft sozial schwer verträglich (überheblich/eigensinnig/opportunistisch/younameit).

    Drittens (und das ist wirklich fraglich):
    Könnte es helfen wenn man in allen Ausbildungen Philosophie und Soziologie einbaut, also einen Ethikunterricht? Wir mussten damals in meiner Maschinenbauausbildung BWL lernen.
    Ein paar Stunden Beschäftigung mit geisteswissenschaftlichen Vordenkern hätten sich ja noch ausgehen können. Natürlich müsste das gut aufbereitet sein um jugendliche nicht zu langweilen damit. Ich weiß nicht wie und ob das funktionieren könnte. Schließlich hab ich auch nicht nur die guten Sachen angewandt die ich durchaus gelernt habe als Jugendlicher.

    Jedenfalls sehe ich keine Bemühungen ein Kommunikationstool, welches durch alle „Milieus“ reicht zu entwickeln. Denn genau darum geht es. Egal ob Hilfsarbeiter oder Wissenschaftler.
    WIR brauchen ALLE Tätigkeiten. Es wäre schön wenn sich von „oben“ bis „unten“ alle respektieren würden und in der Lage wären auf Augenhöhe zu kommunizieren!

    Ich habe einen Traum:

    Eines Tages sollen Tischler, Soziologen, Maler, Juristen, Schlosser, Psychologen, Elektriker, Politikwissenschaftler, Zahntechniker, Physiker, usw. in ungefähr dieser Mischung in den Talkshows sitzen um zu diskutieren wie wir eigentlich leben wollen. Und zwar auf Augenhöhe!
    Arbeiter, Facharbeiter, MINT Absolventen und Geisteswissenschaftler die an einem Tisch sitzen und einander respektieren, weil sie eine gemeinsame Sprache gefunden haben.

    Liebe Grüße von da unten und vielen Dank, dass ihr mir helft Erkenntnisse zu gewinnen!
    Wenn euer Buch als Hörbuch rauskommt freue ich mich schon darauf mir damit die Zeiten stupider Betätigungen zu verkürzen! Wenn ich Zeit für mich habe spiele ich nämlich lieber Gitarre oder mach sonst was kreatives fürs Gemüt 🙂
    Eigentlich sollte ich euch auch mal was für die Podcasts überweisen. So arm bin ich ja nun auch wieder nicht 🙂

    • Frank Köhler Reply

      “Ich wollte immer mindestens eine zweite Meinung hören.”

      Du bist mir sympathisch. Gleicher Stallgeruch schätze ich. Beste Grüße & weiter so!

      • Sternenstaub Reply

        Danke!

        Alles was ich habe ist meine Meinung. Und die ist dynamisch 😉

    • Herr Breitenbach Reply

      Vielen Dank für deine Offenheit und die vielen interessanten Aspekte, die du da ansprichst. Ich versuche mal auf ein paar deiner Fragen und Anmerkungen einzugehen:

      Ich denke das Thema Zukunftsangst und Ellbogenmentalität ist in allen Ebenen vorhanden. So viel dazu. Und es gibt da natürlich jeweils immer Ausnahmen. Du bist ja auch einer davon.

      Zu deinen Fragen: Wir planen demnächst eine Call-In-Sendung. Da wären diese Fragen gut aufgehoben. Schriftlich wird es schwierig die hier ausführlich zu beantworten. Aber spannend sind sie allesamt.

      Und zu deinem Traum: Auch daran arbeiten wir konkret im Hintergrund. Denn auch diese Aufgabenstellung treibt uns um.

      Danke fürs Teilen deiner Gedanken!

      • Sternenstaub Reply

        Hallo Patrick!

        Danke fürs lesen und darauf eingehen 🙂

        Ich überlege gerade wie ich noch besser und differenzierter mit euch kommunizieren könnte.
        Socialmedia ist für mich zu einem großen Teil zu sehr Einbahnstraße. Ich gebe also Daten rein die mir wichtig sind und habe mit folgen zu rechnen die nicht angemessen sind.

        Geld gibt es da keines zu holen also warum soll ich z.B. Facebook nutzen? 😉

        So banal das klingt. Meine Person öffentlich ins Spiel zu bringen kann auch in einem kleinem Rahmen sehr anstrengend werden. Das weiß jedes Kind welches mal nicht mit spielen wollte.

        Naja, als konditionierter Arbeiter möchte ich euch gerne konkret weiter helfen.
        Sagt mir was ich zu tun habe und ich werde euch helfen 😉

        Also wenn ihr mal nach Wien kommen wollt, würde ich mich gerne zumindest mit Kost und Logis erkenntlich zeigen. Meine Frau ist Veganerin, ich bin audiophil, anspruchsvoll und ein Hedonist.
        Also Experte in „eh alles“ wie man hier so schön sagt 😉

        Ganz liebe Grüße aus Wien

  13. Hallo Patrick,
    Guten Tag Nils,

    eure unerhörte Neugierde soll bedient werden. Werdet schon sehen was ihr davon habt:

    • Wem sind wir noch nicht begegnet?
    Wir sind uns schon begegnet, erst kürzlich im Heimathafen Berlin. Rechts ganz hinten, wie damals in der Schule. Bestimmte Angewohnheiten sind sehr hartnäckig. Patrick hat vllt den einen oder anderen Kommentar von mir auf Facebook wahrgenommen. Du erinnerst Dich – der mit der vllt zu großen Schnauze um ihn wirklich nett zu finden…

    • Wer seid ihr?
    Frank Köhler (die Habitusfrage ist spätestens mit dem Nachnamen geklärt)
    44 Jahre (hab mir gerade eben beim Billiard den Rücken gezerrt)
    Exil-Badener (Heidelberg), Ex-Hesse (Wiesbaden) und Möchtegern-Berliner
    Zuverlässig verliebt und bald verlobt in eine deutlich jüngere Frau (Was die da oben können, …)
    Werdegang: Es war kein Gang, es ist ein Irrgarten. 2x Sitzengeblieben, Oberstufe abgebrochen, Fachabi abgebrochen. Keine Berufsausbildung. Überlebenskünstler hat man mich lange genannt. Sie wussten es nicht besser. Heute gerade wieder aus Hartz4 raus – zieht Euch warm an da oben ;-). Barkeeper, Eventmanager, Import/Export, gefährliches Halbwissen in fast allem.

    • Was interessiert euch?
    Mich beeindrucken Kompetenz und Tiefsinn. Menschen mit einem gut reflektierten inneren moralischen Kompass. Ich liebe Eloquenz bei gleichzeitiger Bescheidenheit. Ich bin auf der Suche nach Ursachen und Erscheinungsformen von Ungerechtigkeit auf allen Ebenen. Ich verschlinge zur Zeit alle Gerechtigkeitstheorien. Ich mag die Welt nicht wie sie ist – ich suche nach dem Ausweg (Der Psychotherapeut in mir würde “die Welt” austauschen durch ein naheliegendes Reflexivpronomen).

    •Warum hört ihr uns?
    Weil Gassigehen auf Dauer langweilig wird. Weil ihr Gerechtigkeitsfragen thematisiert. Weil ich keinen Schimmer von Soziologie habe, aber spüre dass die Beschäftigung damit meinen Blick auf Menschen und Gesellschaft reifen lässt. Weil ihr mir aus einer anderen sozialen Schicht die Hände reicht und mir erlaubt aus meinem “Schützengraben des Verlierers” herauszutreten, zumindest vorübergehend. Jedenfalls fühlt es sich für mich so an. Eure Neugierde lässt mich vergessen was uns trennt…

    Was bindet euch an uns?
    Nichts. Ich komm trotzdem wieder. Und bezeichne mich gerne als Fan. Ich trage eine Idee schwanger. Eine Plattform, die Fragen der Gerechtigkeit theoretisch und philosophisch ergündet, aber auch konkrete Hilfestellungen für Fragen der Alltagsmoral und -gerechtigkeit bieten soll. Womöglich bringt uns diese Idee eines Tages auf einer anderen Ebene mal zusammen.

    Bis dahin, ihr wisst schon: Rechts ganz hinten 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Frank

  14. Guten Tag Herr Prof. Dr. Köbel, Guten Tag Herr Breitenbach,
    oder auch
    Hey Ihr Beiden,

    begegnet sind wir uns noch nicht, ihr wart zwar Anfang des Jahres mal in Karlsruhe (quasi fast um die Ecke), aber leider konnte ich an dem Termin nicht. Seit dem warte ich geduldig, bis ihr mal wieder in den Südwesten kommt.

    Wer ich bin beantwortet auch gleichzeitig, warum ich euch höre und was mich interessiert. Ich habe Pädagogik und Soziologie studiert und schreibe momentan meine Masterarbeit zum Thema “Mögliche Auswirkungen von erhöhtem Nutzen von Digitalen Spielen im Jugendalter auf die Identitätsbildung” (oder so ähnlich, der Titel ist noch nicht fix, irgendwas mit Wirkung, Spiele und Identität wird es. Hab Qualitative Interviews mit Menschen geführt, welche heute ca. Mitte 20 sind und mit ca. 15 über 40 Stunden die Woche gespielt haben.). Mich hat es in die Richtung Medienpädagogik getragen und ich bin momentan bereits Referent für unterschiedliche Themen des Jugendmedienschutzes und der aktiven Medienarbeit. In gewisser Weise vereine ich damit eure beiden Standpunkte. Da wären wir auch schon bei dem Grund warum ich euch gerne zuhöre. Auch euch Aufmerksam gemacht hat mein Onkel, als er mir dieses Jahr im Januar zum Geburtstag gratuliert hat, hat er danach noch gemeint: hör da mal rein, das müsste was für dich sein. Dann hab ich bei Folge 1 angefangen und als ich durch war hab ich einige Folgen noch ein zweites Mal angehört. Der Grund dafür liegt in der Wiederholung der Themen. Mir sind viele Themen aus dem Studium bekannt und euer Podcast sorgt dafür, dass sich das dort angelesene und andiskutierte Wissen noch etwas verfestigt und natürlich habt ihr auch noch mal ein paar zusätzliche Punkte und Blickwinkel die ich ebenfalls gerne in aufnehme. Ihr habt zuerst meine Seminare ergänzt und da ich inzwischen keine mehr besuche sogar ersetzt. Ihr seid mit Abstand der interessanteste Podcast, den ich bis jetzt gefunden habe und ich freue mich darauf irgendwann ein mal mit euch diskutieren zu können.

    Bis dahin: Macht weiter 🙂

    Liebe Grüße
    Tobias

    • Herr Breitenbach Reply

      Danke Tobias. Eine neue Gelegenheit um mit uns zu diskutieren ergibt sich bestimmt bald mal wieder. Schöne Grüße an den Onkel! 🙂

  15. Guten Tag die Herren 🙂

    ich bin eine ganz “frische” Hörerin… Wie ich auf euch gekommen bin? So recht weiß ich das gar nicht. Das erste Mal habe ich bei “Holgi” von Wrint den sozipod aufgeschnappt… über Facebook und diverse Querverweise landete ich dann auf Patricks Seite.
    Beim wöchentlichen Lauftraining höre ich immer irgendwelche Podcasts und eines Tages wählte ich auf gut Glück eine Podcast-Folge von euch aus. Es war die von Popper. Grandios war das.
    Und nun höre ich peu à peu Folgen nach mit großer Begeisterung. Übrigens NIE beim Einschlafen 🙂
    Alles Gute weiterhin und viele Grüße aus Saarbrücken!

  16. Hallo ihr beiden,

    Ich bin auf den Soziopod vor ungefähr zwei Jahren gestoßen. In dieser Zeit habe ich noch Wirtschaftsinformatik in Stuttgart studiert und mich gerade im Rahmen einer Projektarbeit zum Thema CSR begonnen für Sozialwissenschaften im allgemeinen zu interessieren. Aus diesem ersten Interesse ist bis heute meine große Leidenschaft, das Studium der Soziologie, entstanden. Gerade durch euren Podcast habe ich mich immer mehr für Fragestellungen interessiert, die sich mir vorher gar nicht gestellt haben: Warum ist Gesellschaft so wie sie ist? Muss sie so sein? …

    Direkt nach meinem Abschluss in Stuttgart bin ich nach Wien gezogen und habe mit dem Soziologiestudium begonnen. Heute brenne ich für das Studium mehr denn je. Ich beschäftige mich viel mit soziologischen Klassikern und Theorien, aber auch mit dem Verhältnis von Technologie und Gesellschaft. Ich hoffe in diesem Bereich in der Wissenschaft Fuß fassen zu können und arbeite auf dieses Ziel hin.

    Ich habe euch bisher einmal live gesehen: Dafür bin ich im Februar extra nach Hamburg gereist. Mich hat das Format Live & Analog total überzeugt und ich hoffe noch immer, dass ich es irgendwann schaffe euch auch nach Wien zu holen (Wir hatten dazu schon Kontakt. Ich bin nicht untätig und treffe mich immer wieder mit potentiellen Partnern und Sponsoren, leider hat sich bisher nichts sinnvolles ergeben.)

    Inhaltlich finde ich habt ihr einen sehr guten Mix an Themen über die letzten Jahre bearbeitet. Mich persönlich würde vor allem noch die Themen “Technologie und Gesellschaft” und der Umgang mit nationalstaatlichen Bewegungen interessieren.

    Ansonsten freue ich mich auf weitere Podcastfolgen von euch, die ich grundsätzlich in der Bahn auf dem Weg von zu Hause zur Arbeit oder Uni und zurück anhöre!

    Viele Grüße aus Wien,
    Timo

    • Herr Breitenbach Reply

      Danke lieber Timo,

      ja wir kennen uns ja bereits. Und kommt Zeit, kommt Wien! 🙂

  17. Hallo ihr beiden,

    wie einige andere hier bin ich dem Aufruf, der letzten Live-Episode gefolgt.

    Zu mir:
    Ich bin Mitte zwanzig und komme aus einer Familie der Arbeiterklasse. Ich bin die erste Person, die nicht nach dem Hauptschulabschluss eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf angefangen hat. Zuerst habe ich ein Semester Soziologie studiert und habe dann auf das Studienfach Lehramt an Gymnasien gewechselt. Meine Unterrichtsfächer waren in den Bereichen Sprachen sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.
    Mein Studium habe ich vor kurzem abgebrochen. Das Arbeiten zwecks Bestehen von Prüfungen und Veranstaltungen habe ich stets hinter die Auseinandersetzung mit dem Stoff zwecks persönlicher Weiterbildung gestellt. Zusammen mit meinem ADHS und meinen damit verbundenen Problemen war meine Arbeitsweise nicht effektiv genug. Dies hat schließlich dafür gesorgt, dass das Bestehen so nicht mehr möglich war, auch wenn ich meinen Prüfungsanspruch noch nicht vollständig verloren habe.
    Nun werde ich eine Ausbildung in einem anderen Gebiet beginnen, welches für mich ebenfalls einen zufriedenstellenden Karriereweg für die Zukunft darstellt. Danach kann ich mir vorstellen meine absolvierten Kurse in einem Fernstudium anerkennen zu lassen, um dann zumindest doch noch einen Bachelor-Abschluss zur Selbstbestätigung nachholen zu können.

    In meiner Jugend bewegte ich mich in der Punkszene, welche erst einmal für eine Einstellung gegen Rechtsextremismus und später auch eine allgemeine Politisierung im linken Spektrum sorgte. Dieser Szene sowie dem Hang für Subkulturen bin ich immer mehr entwachsen. Durch diese Sozialisierung etablierte sich auch ein Interesse an sozialen Themen.
    Wie bereits oben erwähnt entstamme ich aus einem eher niedrigerem Sozialen Milieu. Mein jetziges Umfeld besteht größtenteils aus Studenten sowie Leuten mit abgeschlossenem Studium. Ich fühle eine starke Entfremdung gegenüber des Habitus meines sozialen Umfelds in der Heimat. Ich merke gleichzeitig oft, dass vielen Akademikerkindern nicht klar ist, dass ihr soziales, ökonomisches und kulturelles Kapital eben nicht der Standard der Mehrheit in Deutschland ist. Selbst bei Leuten aus den Bereichen Pädagogik und Sozialwissenschaften, die dies zumindest im Gespräch reflektieren, merke ich sehr oft, dass dies für eine meiner Meinung nach verzerrte Rezeption der Realität der Möglichkeiten, des Bildungsgrads sowie der erfahren Sozialisation der Mehrheit sorgt. Somit habe ich das Gefühl oft zwischen den Welten zu stehen. Dies sorgt weiterhin für ein starkes Interesse bezüglich sozialen und ethisch-normativen Themen.

    Ich interessiere mich sehr stark für (Sozial-)Psychologie, Soziologie, Philosophie und andere Bereiche der Geistes- und Sozialwissenschaften. Bildung und soziale Ungleichheit sind Themen, die mich besonders interessieren.
    Auf den Geschmack von Podcasts bin ich zuerst durch Videospiel- und Filmpodcasts gekommen. Danach kamen diverse Podcasts des Deutschlandfunks. Auf der Suche nach anderen Podcasts für die genannten Interessengebiete bin ich auf den Soziopod gestoßen. Dies war durch das Verzeichnis auf der Webseite Podcast.de.

    Ich höre euren Podcast weil er viele Themen behandelt, die mich sehr interessieren. Weiterhin finde ich das Niveau des Podcasts wirklich spitze.
    Es ist hoch genug, dass ich mich auch wirklich gemäß Bieri bilde und vieles mitnehme. Gleichzeitig ist das Niveau des Podcasts aber nicht zu hoch, sodass es zu anstrengend ist, den Podcast nebenbei zu konsumieren. Durch den Podcast wurde ich aber schon oft genug motiviert mich privat zur eigenen Weiterbildung mit den im Podcast besprochenen Themen, Autoren und Theorien in Form der direkten Schriften auseinanderzusetzen.

    Inzwischen höre ich den Podcast mit Hilfe eines Podcatchers auf meinem Smartphone. Wie so oft laufen Podcasts auch bei mir nebenbei beim Hausputz/Abwasch, beim Einkaufen, beim Joggen, auf dem Arbeitsweg sowie auf längeren Bahn- bzw. Flugreisen.

    Wenn es euch in den Südwesten des Landes zieht, werde ich sicherlich die Gelegenheit nutzen um auch mal einen Live-Podcast von euch zu erleben.

    Viele Grüße

    Kevin

    • Herr Breitenbach Reply

      Lieber Kevin,

      danke dir für deine ausführliche Beschreibung deiner Lebenswelt.

      Es grüßt dich ein anderer Zwischenweltler!

  18. Feeeeeedback!
    Hallo aus Berlin! Ich würde euch zum Zeichen meiner Wertschätzung gerne mit Spenden überhäufen und euch endlich den Diddl-Freundschaftskalender von eurer Amazon Wunschliste schenken, stattdessen gibt es nur ehrlich gemeinte warme Worte.
    Ich bin Psychologiestudentin, aber das eher so nebenbei, eigentlich slackere ich mich so durch mein Leben und kann mir mit meinem Job als Hundeguru gerade mal das Bier zum Kneipenphilosophieren leisten. Ich will nicht meckern, denn ich habe viel Zeit für mich und alles was mich interessiert und das ist einiges. Irgendwann kommt man so dann zu Podcasts, als niederschwelliges Bildungsangebot.

    Euer Podcast ist einer meiner liebsten und ich habe ihn schon oft weiterempfohlen. Ihr begleitet mich beim Gassigehen, eure angenehmen Stimmen helfen mir beim fokussieren auf das Thema und manchmal gehe ich sogar früher ins Bett mit Licht aus um im Dunkeln mit euch nachzudenken. Hat ja schon fast was Intimes 😉
    Manche Themen begleiten mich ganz lange, wie Bourdieu und die soziale Ungleichheit (#32), deswegen habe ich mich sehr über die drei Veranstaltungen zu dem Thema gefreut. Für mich hat das alles einen Bezug zu meinem Leben und nach einer Soziopodfolge denke ich manchmal tatsächlich anders darüber oder habe einen Aha!-Moment. Mir war z.B. nie klar, warum ich zwar fasziniert vor Galerien stehen bleibe, mich aber meistens ein unangenehmes Gefühl davon abhalten will reinzugehen. Inzwischen gehe ich einfach rein, da können sie sich mal mit der Präsens einer in den Mittelstand gechanelten beschäftigen.
    Macht bitte weiter so! Soziopodemos! Wenn ich im Lotto gewinne beteilige ich euch auf jeden Fall. Liebe Grüße, Vanessa

  19. Jasmin Usainov Reply

    Ihr Lieben,
    Ich studiere Soziologie und ihr begleitet mich seit dem ersten Semester.
    Ob Marx, Bourdieu oder Freud, ihr habt mir sehr bei einigen Prüfungen zum Verständnis geholfen. Darüber hinaus inspiriert ihr mich aber auch, mich in meiner Freizeit intensiv mit dem Stoff zu beschäftigen. Besonders die harten Brocken, wie Foucault und Luhmann, interessieren mich sehr und ihr habt mir mit den Soziopods nochmal viel Stoff zum nachdenken und sogar einige Seminararbeitsthemen gegeben. Ihr ordnet meine Welt. Ihr befeuert immer wieder meine Leidenschaft für mein Studium und dass ich Pädagogik (und Identitätsforschung) als Nebenfach gewählt habe, ist sicherlich euch zu verdanken.
    Ich genieße euren inhaltlich so fantastischen Content.
    Mit besten Grüßen aus Dresden
    Anonymika

  20. Lieber Herr Breitenbach und Herr Köbel,

    ein herzliches Grüß Gott aus der Landeshauptstadt Bayerns. Ich höre den Soziopod jetzt schon seit gut einem Jahr und war anfangs natürlich überglücklich, da eure Soziopodfolgen mein Serienersatz an jedem Abend waren. Ich bin ein politisch und philosophisch interessierter Mensch und mit eurer Aufbereitung der Soziologie habt ihr bei mir genau einen Nerv getroffen. Hab euch noch in meinem Studium der Mathematik kennengelernt und war hellauf begeistert wie ihr den Stoff aufbereitet und in der Diskussion selbst hinterfragt. Eure Folgen sind einfach ehrlich. Bleibt euch treu! Ich empfehle euch fast an jedem und jede die ich kenne.

    freundliche Grüße
    Christian

  21. Hallo liebes Soziopod-Team,

    und herzliche Grüße aus Bayern.
    Ich habe die Podcasts im Allgemeinen erst vor kurzem entdeckt und bin direkt auf euren Channel gestoßen.
    Die Idee dahinter finde ich wirklich super, einfach Wissen zu vermitteln und zum Nachdenken und Diskutieren anregen.
    Ich selbst bin Lehramtsstudentin und interessierte mich daher besonders für die Folgen “Soziale Ungleichheit”, aber auch all die anderen Themen (vor allem auch Gender) finde ich super spannend.
    Ich habe einige Freunde die Soziologie studieren und ich beschäftige mich einfach privat mit Fragen zur Gesellschaft, der Philosophie, etc., daher profitiere ich sehr davon, mit Hilfe des Soziopods, ganz nebenbei mein Wissen über Gewisse Themen zu erweitern (egal ob beim Kochen, kurz vorm Einschlafen, auf dem Weg zur Uni oder im Fitnessstudio…)
    Außerdem fehlen mir zu meinen eigenen Überlegungen zu den Themen hin und wieder Fachbegriffe, die ich mir dadurch ganz gut aneignen und mich dadurch besser ausdrücken kann.

    Besonders toll fand ich auch, dass ihr diese Live-Treffen organisiert habt und Meinungen von vielen verschiedenen Menschen zeigen konntet. Selbst an der Universität ist es heutzutage leider kaum mehr möglich oder sogar üblich über Themen so offen zu diskutieren. Mir fehlt das dort wirklich sehr und ich bedaure die Verschulung der Universität und dieses bloße Eintrichtern und vorgegebenes Wissen nachplappern wirklich. Ich hoffe ich kann das später in meinem Beruf besser machen.

    Es wäre toll, wenn es euch weiter möglich ist Live-Shows zu geben, dann würde ich nächstes Mal gerne dabei sein 🙂

    Außerdem könntet ihr ja mal überlegen, ob ihr es einrichten könnt (wenn ihr wollt) Anrufer zuzuschalten, die ihre Meinung zu den Themen geben wollen oder die Fragen stellen möchten. (Ich weiß jetzt nicht genau, wo ihr wie eure Folgen aufnehmt..)

    Viele Grüße und weiter so!

    Marlene

  22. Hallo Ihr beiden,

    ich bin Programmierer in Hamburg und höre euren Podcast vor Allem in Bahn und Bus. Euer Podcast gehört unter den vielen in die ich mal herein gehört habe zu den wenigen, die ich besonders aktiv beobachte und wo ich jede Folge höre.

    Ich fand es spannend die ganzen Philosophen kennen zu lernen, die ihr behandelt und vorgestellt habt. Sie helfen mir auch einige Ideen und Vorstellungen einzuordnen. Dabei helfen aber auch die vielen Diskussionen, die ihr führt. Ihr schafft es meist die Themen gut einzuordnen und dadurch keine willkürliche, sondern eine fundierte Meinung zu bilden, die man auch erklären kann. Oft hat man ja zu bestimmten Themen eine Meinung, wenn man gefragt wird warum, kann man das aber nicht erklären. Dank euch sind die Gedanken zu den Themen bei mir nun besser geordnet und ich habe Begriffe und Bilder kennen gelernt sie zu beschreiben.

    Man muss euch jedoch gut zuhören. Das ist kein Podcast zum nebenbei hören und oft spule ich beim Umsteigen nochmal zurück, weil ich dabei zu abgelenkt war und etwas verpasst habe. Auch erklärt ihr die Themen in einer eher gehobenen Sprache, die ich so von anderen Podcasts nicht gewohnt bin. Aber bisher komme ich da ganz gut mit.

    Ich würde mich freuen, wenn ihr noch mehr Philosophen und Weltbilder vorstellt. Spannend fände ich auch, wenn ihr euch mal verschiedene Utopien vorknöpfen würdet, und diese analysiert.
    – Würde ein Leben ohne Geld funktionieren?
    – Wenn morgen Außerirdische laden würden, wie wären die wohl drauf und wie würden wir Menschen reagieren?
    – Wenn wir mit unserem Wissen ein neues Land gründen würden (vielleicht eine Kolonie auf dem Mars?), wie würden wir sie gestalten? Welche Gesetze würden wir erlassen?
    – Wie sieht Deutschland/Europa in 50/100 Jahren aus?
    – Was würden wir tun, wenn alle notwendige Arbeit automatisiert von Maschienen erledigt würde und fast kein Mensch mehr “arbeitet”?
    – …

    Viele Grüße
    Nico

  23. Liebe Soziopoden,

    ich folge jetzt auch eurem Aufruf, weil der Soziopod mich schon lange begleitet (bin fast seit der ersten Folge mit an Bord) und eine kleine aber wichtige Rolle in einer schweren Zeit gespielt hat.
    Ich (35, Arbeiterkind, junger Vater) habe recht lange Politikwissenschaft und Soziologie in Würzburg studiert, als das noch ging.
    Wie viele bin ich, als der Abschluss tatsächlich mal erreicht war, danach erst mal in ein Loch gefallen. So ein Politikstudium kann einen ganz schön desillusioniert zurücklassen, wenn man mal tiefere Einblicke in z.B. soziale Ungleichheit, Verteilung und Mechanismen der Macht etc bekommen hat. Dass ich mich bei meiner Magisterarbeit mit den neuen Formen und Mechanismen von Krieg und Terror in einer globalen Informationsgesellschaft beschäftigt habe, hat sicher auch nicht dazu beigetragen, optimistischer in die Zukunft zu blicken.
    Ich habe dann glücklicherweise einen Bereich für mich gefunden, in dem ich mich engagieren konnte und wo ich meine erworbene Hochschulbildung doch noch sinnvoll und im Dienst für eine bessere Gesellschaft anwenden kann: internationale Jugendarbeit, non-formale Bildung, Freiwilligendienste sind so die Schlagwörter mit denen es wohl am besten beschrieben ist.
    Der Soziopod hat bei mir wieder ganz stark das Interesse an philosophischen & soziologischen Themen geweckt, das mir durch das Studium nach und nach abhanden gekommen war. Deshalb tausend Dank an euch und an euer tolles Format.
    Die Live & Analog Folgen zum Thema Soziale Ungleichheit fand ich sehr spannend, aber leider immer zu weit weg. Wenn ihr mal in dieses Schwaben kommt, würde ich mich freuen und stehe auch gerne bereit mit euch zu diskutieren und Erfahrungen aus der non-formalen Bildungsarbeit, z.B. mit benachteiligten Jugendlichen weiterzugeben.

    Macht weiter so,
    Lukas

    PS: Danke für die Luhmann Folge 🙂

  24. Hallo Herr Breitenbach und Dr. Köbel,

    auf der Suche nach geistigem Futter habe ich mich bei meinem Mann beklagt, dass mein Alltag im pädagogischen Mikrokosmos einer KiTa und seine IT-Welt mir eher mittelprächtiges Input geben – und er hat flapsig gesagt, ich solle mir halt einen passenden Podcast suchen. Er hört immer wieder mal im Auto den Channelcast, der ja schon mal nicht schlecht ist, für IT-Ehefrauen meiner Meinung nach allerdings ein bissele zu insiderlastig ist.

    Also hab ich mal in meinem Hobbybereich mich umge-hört und nix gefunden, was klick gemacht hat. Da ich mich gerade Anfang des Jahres entschieden habe, meine Arbeit in der KiTa zu professionalisieren und von der Quereinsteigern zum Profi werden zu wollen, suchte ich also nach etwas, was mir die Wartezeit bis zum Start schon mal Input bietet. Und auf der Suche nach Podcast und Erziehung fand ich als erstes Euch – Eure #29 und Eure #2. Die habe ich jeweils zwei mal angehört und war begeistert. Genau so stelle ich mir einen Podcast zu so einem Thema vor.

    Nach diesem Einstieg entschied ich mich, alles von Euch anzuhören und war echt begeistert. Gut, die Vegetarierepisode darf ich nicht hören, wenn ich Hunger habe, aber das weiß ich ja mittlerweile.

    Im Alltag begleitet ihr mich oft: Auf der Fahrt zur Arbeit, beim Walken, beim Relaxen auf dem Sofa oder auch mal in der Badewanne. Irgendwann schaffe ich es sicher auch mal zu einer Live-Veranstaltung, aus dem Taunus seid ihr ja durchaus ab und an zu erreichen. Das Heimspiel in meiner unterfränkischen Heimat hab ich verpasst.

    Ich hoffe auf viele weitere Folgen und bin dankbar, dass ihr Euer Hirnschmalz der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt und somit einen ordentlichen Beitrag dazu leistet, dass der Diskurs lebt und wir alle von einander profitieren.

    Ein herzliches Danke!
    Tina

  25. Hi Soziopod,

    ich bin 26/Master Informaik Student/aus Bayern und Mitglied bei den Julis und der FDP. Wie ich auf euch gekommen bin, weiß ich nicht mehr. Aber ich höre euch, weil ihr mir helft meine Gedanken besser in Worte zu fassen. Bestes Beispiel: “Schweigen präzise artikulieren” als Antwort auf schreckliche Ereignisse.

    Viel habe ich auch von euch gelernt über Begriffe, z.B. den der Begriff “Bildung”: Da habe ich bei euch den Einstieg gefunden mich damit auseinander zu setzen.

    Die Folge über Bildung zeigt ganz gut die Stärke eures Podcasts: die Einsteigerfreundlchkeit eurer Themen. Wenn man nicht so den Zugang zum Philosophi-Univerversum hat, so wie ich, dann seid ihr echt ne gute Anlaufstelle um mal nen Überblick zu kriegen, mit was man anfangen möchte.

    Was mich an euch stört ist, wenn ihr über Parteien pöbelt, das war bisher leider sehr oberflächlich. Klar kann man über den ein oder anderen Poltiker nur noch lachen, versteh ich. Aber das oberflächliche Pöbeln gegen ganze Parteien find’ ich schlecht, auch wenn die Beobachtungen und Gedanken die dahinter stehen richtig sind. Nicht alle Mitglieder einer Partei unterstützen, was das Personal der Partei so verbreitet. Teilt die Beobachtungen und Gedanken zu euren Pöbeleien doch mit, dann verstehe ich warum ihr pöbelt.

    Für die Zukunft wünsche ich mir eine Folgen über Liberalismus. Als FDPler setze ich mich oft mit dem Begriff auseinander, weil die FDP sich ja als liberale Partei ausgibt (ich denke sie ist eher konservativ mit vereinzelten liberalen Ansätzen). Ich interessiere mich, wie ihr den Liberalismus formulieren und abgrenzen würdet ohne dabei auf Parteien einzugehen. Ends cool wär’ auch mal etwas über Neoliberalismus, mit dem Begriff tu’ ich mir mega schwer.

    Wirklich wunderbar war eure Folge über Foucault. Ich hab dabei wunderbare Anregungen gefunden, was gegen Schubladendenken spricht. Aus eigenem Antrieb hätte ich mich nie mit Foucault befasst, aber ihr habt das so wunderbar aufbereitet. Danke 🙂

    schöne Grüße

    Clemens

  26. Hallo ihr beiden,

    euer Podcast begleitet mich jetzt schon seit meiner Oberstufenzeit 2011. Als ich damals im Wahlfach Sozialwissenschaftliche Arbeitsfelder mit unbekannten Themen wie Sozialisation, Identität oder Habitus in Berührung gekommen bin, habe ich im Internet nach einer Lernhilfe für die Abiturprüfung gesucht und bin dabei überraschenderweise auf euren Podcast gestoßen. Seit dem habe ich jede Episode verschlungen und bin schließlich auch durch euren Podcast in einem sozialwissenschaftlichen Studium gelandet.

    Insbesondere die Episoden zu den Soziologen und Philosophen wie Bourdieu, Popper und (endlich!) auch Foucault haben mein Interesse für die Soziologie geweckt. Das sind bis jetzt auch immer die Episoden gewesen, die mir am besten gefallen haben. Mehr Episoden zu anderen bekannten Soziologen wie Durkheim, Goffman, Parsons, Simmel oder Hurrelmann würde ich mir deswegen auf jeden Fall wünschen.

    Auch wenn mir inzwischen durch mein Studium die meisten eurer Themen mehr als bekannt sind, ist euer Podcast nie langweilig und stets eine gute Ergänzung zu meinem Studium. Eure Episoden helfen mir bestimmte Inhalte besser zu verstehen und neue Perspektiven kennenzulernen, so dass ihr mir mitunter auch schon zu dem ein oder anderen Hausarbeitsthema verholfen habt.

    Ganz nebenbei habt ihr auch dazu beigetragen, dass sich sogar mein Freund (Erzieher) tiefergehend mit soziologischen Themen auseinandersetzt und immer wieder Bezug zu seiner Arbeit sucht. Insbesondere Episoden zu den Themen Soziale Ungleichheit, Bildung, Erziehung werden bei uns immer wieder angehört und enden nicht selten in wunderbaren Diskussionen.

    Generell ist der Soziopod ein Podcast, den ich im Gegensatz zu den dutzenden anderen Podcasts ungern nebenbei laufen lasse, sondern lieber ganz bewusst anhöre. Dabei passiert es auch mal, dass ich an einer Stelle fünf mal zurückspule, um euer Gesagtes auch wirklich verinnerlicht zu haben.

    Ich hoffe, dass ihr mich auch noch nach meinem Studium begleitet und noch viele viele Jahre Episoden aufnehmt und freue mich, wenn ihr auch in Zukunft noch weitere spannende Projekte wie die Live-Shows, das Buch oder die Call-In-Sendung in Angriff nehmt.

  27. Hallo zusammen,

    zunächst einmal möchte ich Euch ein riesen Kompliment machen. Ich finde es absolut großartig, wie offen, informiert und perspektivenreich Ihr so viele wichtige Themen diskutiert. Die Tonqualität ist großartig und ist für mich wesentlich für ein aufmerksames Zuhören. Auch habt Ihr meine Einstellung zum politischen Diskurs geändert. Bisher habe ich mich da oft rausgehalten und nun sehe ich an Euch, dass es auch anders geht. Neutral, mit Fakten, Humor und Gefühl. Auch finde ich es als Mensch sehr bewundernswert, dass Eure einst “kleine” Idee über die Jahre immer größer geworden ist. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Da finde ich mich voll wieder. Toll!

    Was könnte man ggf. besser machen? Ich bin mir sicher, dass die durch Euch in Tiefe besprochenen Themen für eine Vielzahl an Personen hier in unserem Land interessant wären. Insbesondere in diesen Zeit des Populismus. Für mehr Integration statt Assimilation. Um das zu erreichen, braucht Ihr natürlich Reichweite und ggf. noch mehr “Durchschlagskraft” bei den vielleicht nicht so akademisch bewanderten Menschen. Soll heißen, dass Format und Wortwahl ggf. schlanker gemacht werden könnten. Ich weiß auch nicht konkret wie das gehen soll, weil ja insbesondere die Tiefe der Information und Euer Background dazu beiträgt, Themen grundsätzlich und verständlich von allen möglichen Perspektiven zu beleuchten. Vielleicht bleibt es nur ein Wunsch von mir, vielleicht diskutiert man das einfach mal und guckt was dabei heraus kommt. Ich könnte mir auch kleine einfache Experimente vorstellen, die man vielleicht zunächst innerhalb der Familie testet. Quasi lean startup mäßig. Let’s talk.

    LG, Gunnar…

    PS: Vielleicht wäre es ja eine gute Idee, dieses Formular hier gleich oben in der Seite anzuzeigen. Dadurch wird es einem deutlich einfacher gemacht einen Kommentar abzugeben. Oder war das Absicht? 🙂

  28. Matthias Kraus Reply

    Hallo,

    habe eben euren Jahresrückblick gehört. Bin über Wikipedia auf euch aufmerksam geworden.
    Ich bin was meine Bildung angeht eher “Fachfremd” als Maschinenbauer. Ich habe trotztem sehr interessiert euren Ausführungen gelauscht und hab auch das meiste verstanden.
    (Außer die Querverweise auf bestimmte Philosophen die ich zwar kenne aber nicht gelesen habe).

    Euer Apell zum Schluss, mehr Vernunft in die aktuellen Diskussionen zu bringen und “Zuzuhören” fand ich ganz Prima.

    Weiter so.

    Matthias

  29. HALLO ihr beiden –

    Also nachdem ich die Kommentare entdeckte bin ich nun verunsichert …ich weiss nicht wie ich mein Titel bezeichnen möchte .Das was ich beruflich als Titel besitze spiegelt nicht das wieder was ich im Leben beruflich bis jetzt gemacht habe.Ich würde sagen ich bin eine Art Universal Reiniger bzw Arbeiterkraft …habe eine sozialpädagogische Ausbildung aber ich möchte diese nicht mehr im Alltag beruflich machen .Warum erklär ich gern …ich arbeite mit Kindern …ich lebe nun in einer Stadt… zuvor auf dem Land…ich bin in einem Dorf aufgewachsen was nicht nur erz katholisch und autoritär eingestellt war sondern auch einen sozialisierten gemeinsamen Nenner miteinander und gegeneinander fröhnten…man kann es unter der Überschrift LEISTUNG UND ANSEHEN durch Status Quo auf Papier zertifiziert, ironisch benennen…ich habe anhand den beruflichen Aussichten damals 2012 beschlossen den Sprung in die Stadt zu wagen ….
    Dort sammelte ich Erfahrung in einer bilingualen Kita mit 6 Gruppen …das ganze war im Nachhinein das beste was mir passieren konnte im Zeitgeiste betrachtet….
    Ich hatte jede Menge Einblicke in verschiedene Kulturen aus aller Welt und auch mache ich keine Unterschiede…habe mich letzte Woche mit einem Menschen unterhalten was ich mir schon lange mal gewünscht habe…ein NAZI …ja ichs sachs mal ganz überspitzt…ein gutes Gespräch um zu erkennen was auch ihm über TV eingepflanzt wurde…speziell Menschen aus der Türkei waren verstärkt im meinem Leben vertreten ..seit 2012 …ebenso aus dem Iran und Irak …viele schon ewig hier und mehr deutsch als sonst was und vorallem sooo menschlich ob Lehrerin oder Ärztin…niemand behandelte mich wie 3 Level unter ihrem Level…meine Kollegin war auch eine von denen die gern Kopftuch getragen hätte aber der Koordinantor dieser Kita war nicht einverstanden .Und Sie war niemals manipulativ zu den Kindern bzgl ihres Glaubens …Sie hat das gemacht was jeder deutsche auch gemacht hat..mal als Beispiel angebracht denke ich….meine Kollegin ist wirklich mit Abstand eines der besten Menschen die mir je begegnet sind …auch andere Türkinnen waren ähnlich wie Sie ..auch Menschen aus Armenien…viele von denen haben mir etwas anhand von Taten vermittelt was hier zu Lande kaum wahrnehmbar ist …bzw in dieser Stadt …Nächstenliebe ! Auch zu einem fremden Menschen!!!
    Meine Kollegin und ich sind noch heute Freunde und ich durfte sogar ihre Vetlobung miterleben…wunderschön war das …..kannte bisher keine türkische Verlobungsfeier .
    .so zum AKTUELL – ich muss sagen das es in meinem Allltag nun spürbar zu sehen ist was Journalisten mit ihren tonnenweise “immer das gleiche Islam Terror Thema “angerichtet haben …nicht alle natürlich- doch zb die jenigen die meine Kollegin fremdenfeindlich im Laden bedienen wie zb Saturn etc haben ebenso ein innerliches Problem und werden von der Art und Weise wie Worte subjektiv verpackt sein können im Journalisten Schafspelz angesprochen…ob wissend oder unwissend….nun lange Rede kurzer Sinn ….Ich begann Podcasts anzuhören im Jahre 2014 weil ich den Eindruck hatte zu wenig Bildung zu besitzen und ich eben ein Mensch bin der Themenkomplexe besser versteht wenn ich es mir anhöre und anschaue bzw darüber spreche …ich habe ein künstlerisches Wesen und verstehe Dinge besser in bildhaften und klangvoll betonten Zusammenhängen .Auch bin ich jemand der Menschen anhand von dem wie Sie zu lesen sind und wie Sie agieren und reagieren ziemlich gut erkenne obwohl offensichtlich was anderes gern gesagt wird….ich habe auch Freude daran mit alten Menschen zu arbeiten die zb psychotisch bipolar sind ..sowie bettlägerig und verstummt aber noch lebend im Auge ….ich habe den nötigen Respekt und die innerliche Stärke für Jobs die keiner sehen will bzw machen will …ein Traum wäre noch arbeiten mit traumatisierten Kindern..viell künstlerisch…..auch bin ich eines dieser Gramma und Rechtreibungs Monster.

    Mittlerweile weiss ich aber wo meine Stärken etwa liegen und Aufsätze die fiktiven Charakter haben kann ich besser mit Klang und Geräusch ausdrücken .Auch ist Kommunikationspsychologie und Design sehr interessant im Sinne der heutigen Manipulationen die in jedweden Kontext auftreten können …..

    Der 2 Weltkrieg hat mich beeinflusst durch meine Grosseltern wo ich aufgewachsen bin.Ich habe in 17 J. sehr viel Biografie Arbeit gemacht und deswegen bin ich über Umwege hier gelandet :-)..einige Podcasts die ich auch höre und hörte stehen ja auch bei euch angepinnt.
    Jedoch halte ich Euch unter allen Podcasts die ich gehört habe für LEHRER tauglich da ihr EUCH so gut wie möglich objektiv dazu äussert und das ganze Thema somit nicht suggestiv implantiert sowie manch anderer der sich auch noch als EXPERTE öffentlich aalt . Eben VERANTWORTUNGSVOLL !!
    Auch höre ich gern beim einschlafen eure Stimmen die sehr angenehm klingen .Zwischendurch der Witz und Jux zwischen Euch beiden- der nie unter der Gürtellinie landet…. Aber was richtig gut ist wie ihr aufeinander reagiert wenns gegensätzliche Ansichten gibt.Bei Euch seh ich TÜV persönlich geprüft eine 2+ im Durchschnitt .

    Meine Lieblingsserie war übrigens ” In Threatment” und nicht Walking dead oder eines sonstiger Simpson und co Serien :-))

  30. Hallo nochmal,

    es ist schon über ein halbes Jahr her, dass ich hier “Hallo” gesagt habe, mittlerweile läuft alles, ich studiere Soziale Arbeit – und der Soziopod war doch irgendwie daran mit beteiligt, dass ich einerseits mich für das Studium entschieden habe und und zum anderen auch, dass ich schon einiges an Synapsen bilden konnte, was beispielsweise für die Zusammenhänge in der empirischen Sozialforschung eine gute Voraussetzung war.

    Was ich jetzt mal ziemlich spannend fände, wäre ein Soziopod zu Ulrich Beck und seiner Risikogesellschaft. Falls Ihr also gerade auf Themensuche seid, könntet ihr das ja mal mit in Betracht ziehen 😉

    Viele Grüße!
    Tina

  31. Hallo Patrick und Nils,

    ich bin ein begeisterter Hörer eures Podcasts; zwar erst seit Kurzem, aber dafür umso intensiver beim Wandern durch die Wälder und Gebirge auf dem Pacific Crest Trail.
    Bei all der Themenvielfalt wünsche ich mir noch eine bisher unberührte Problemstellung: die der Auswirkungen des Klimawandels und der drohenden Klimakatastrophe auf verschiedene Gesellschaften, auf die Politik und auf unser Leben. Dieses sehr komplexe Thema würde nach entsprechender Einschränkung auf wichtige Aspekte m. E. perfekt in einen Soziopod passen. Zudem ergänzt sich dies mit der Feldforschung im Hambacher Forst.
    Da sich zeitgenössische Soziologen zunehmend mit diesem Thema befassen (müssen), könnte ein Gast die Sendung, falls Ihr euch für dieses Thema begeistern könnt, sicherlich bereichern. In meinen Augen wegweisend ist die Forschung des Soziologen Harald Welzer, der sich explizit mit sozial-ökologischen Gefahren und Lösungsansätzen beschäftigt (“Klimakriege”, “Selbst Denken – Eine Anleitung zum Widerstand”). Mit der Betrachtung der ökologischen Folgen unseres Wirtschaftens geht meines Erachtens auch eine Hinterfragung des Kapitalismus unter neuen Gesichtspunkten einher. Diesen habt ihr ja häufig kontrovers diskutiert, aber mit Einbeziehung von Ressourcenverbrauch und Klimawandel wäre die Analyse noch komplexer.

    Ein anderer interessanter Diskussionspartner wäre in meinen Augen Tadzio Müller, Referent für Klimagerechtigkeit einer bundesweiten Stiftung und Umweltaktivist. Ich habe ihn schon bei mehreren Gelegenheiten bei Podiumsdiskussionen und in Podcasts gehört; im Gepäck hat er stets interessante und teils erschreckende Zahlen und erklärt soziale Phänomene im Umgang mit dieser Problematik.
    Das Thema ließe sich im besten Falle noch ausweiten, dass man Zukunftsentwürfe von einer sozial und nachhaltig agierenden Weltbevölkerung diskutiert und was geschehen muss, damit wir dahin gelangen.

    Ich hoffe bei meinen Anregungen war etwas Gutes dabei. Vielen Dank für euren tollen Podcast und macht bitte weiter so! 🙂

    • Herr Breitenbach Reply

      Hallo Felix,

      vielen lieben Dank für das Lob und deine Anregungen. Sie werden in die weitere Planung mit einfließen.

  32. Dorothee Bernhardt Reply

    Hallo ihr zwei,
    danke für euer Interesse an “uns “, und ja, ich habe tatsächlich eine Anregung/ Bitte. Ich habe vor ein paar Tagen das erste Mal etwas von Andreas Reckwitz gelesen und bin in nachfolgender Recherche über das aktuelle Buch von ihm gestolpert, “Die Gesellschaft der Singularitäten “. Ich finde seinen Erklärungsansatz hochinteressant und finde, ihr seid die ideale Besetzung, um ihn zu besprechen. Darauf würde ich mich wirklich freuen 🙂
    In “treuer ” Verbundenheit
    Dorothee

  33. dagobertrrck Reply

    Ich höre Euch, weil ich Viele Themen nicht. In meinem Umfeld habe, mir die Bildung fehlt, und so ein gutes Panorama bekommen.
    Eure Podcast sind Unterhaltsame Bildung , schöne Gesprächskultur Und zwei sympathische Menschen.
    Im Radio finde sie allerdings etwas gekünstelt.
    Deswegen höre ich liebe die Alten.
    Die sind auch nicht so schnell vorbei !

Reply To Elke Cancel Reply

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