#013: Freiheit und Internet

  • Eine sehr gelungene Episode (Freiheit und Internet), in der Abstraktes mit Konkretem anschaulich verbunden worden ist. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch. Kants kategorischer Imperativ ist gerade nicht die goldene Regel ("Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu" oder irgendwelche anderen Formulierungen), auch nicht so ungefähr, wie es Herr Köbel gesagt hat. Bei Kant wird ja gerade das eigene Subjektive aus dem Urteil bzw. dem Prüfinstrument herausgelöst. Ein einfaches Beispiel soll dies illustrieren: nach der goldenen Regel kann jemand, der gerne Schmerzen erfährt oder geschlagen wird, dies ohne Probleme auch so an andere weitergeben, d.h. andere schlagen oder anderen Schmerzen zufügen. Das geht bei Kants k. I. gerade nicht.

    Ansonsten stimme ich euren Ausführungen größtenteils zu und danke für eine weitere bereichernde Episode.