• Letztens ging es im Fernsehen darum das der Kokainkonsum in Deutschland steigen würde. Das Thema war dann wie man die kriminellen Dealer und Konsumenten fassen kann.


    Ich finde es aber wesentlich interessanter zu fragen warum immer mehr Menschen der Meinung sind Drogen nehmen zu müssen, wenn die Aussage bzgl. der Zunahme stimmt. Dass das extrem ungesund ist weiss jeder. :/

    Glücklich ist der der weiß das er glücklich ist!

  • Ich finde es aber wesentlichinteressanter zu fragen warum immer mehr Menschen der Meinung sindDrogen nehmen zu müssen, wenn die Aussage bzgl. der Zunahme stimmt.Dass das extrem ungesund ist weiss jeder. :/

    Kriminalisierung von Drogen ist dumm. Letzten endes erreicht man dadurch nur, dass die Süchtigen noch weiter ins soziale Abseits geraten, um dann erst recht keinen Grund mehr zu sehen, wieso sie aufhören sollten. Wobei diejenigen, die "auf gesunde Weise" illegal konsumieren plötzlich entweder mit dem Süchtigen, oder einem Schwerverbrecher gleichgestellt werden. Der Konsum geht dadurch nicht zurück. Im Gegenteil, dieses untergründige dealen ist die perfekte Keimzelle für Verbrecher, um eine Menge Geld machen zu können.


    In diesem Sinne:
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    "Man ist nie so lächerlich durch Eigenschaften, die man besitzt, als durch jene die man zu haben vorgibt."


    Jolan tru,

    Chris :whistling:

  • Ich finde es aber wesentlich interessanter zu fragen warum immer mehr Menschen der Meinung sind Drogen nehmen zu müssen, wenn die Aussage bzgl. der Zunahme stimmt.

    Ebenso interessant ist die jeweilige Art der Substanz und deren Wirkung. Welche Gesellschaft konsumiert welche Drogen zu welcher Zeit und in welcher Absicht? Kokain ist ja die Leistungsdroge schlechthin. Sie überspielt Unsicherheit und Schwäche und lässt Empathie neben dem gigantischen Ego wenig Raum.

    Und es ist immer wieder interessant daran zu erinnern, dass einer der giftigsten Substanzen überhaupt, nämlich Alkohol, so dermaßen tief in unsere Kultur und Gesellschaft eingesickert ist und da ganz selbstverständlich akzeptiert ist, während andere Substanzen, die kaum bis keinen Schaden anrichten, gesellschaftlich geächtet sind.

    Neben der grundsätzlichen Frage, ob Prohibition ein geeignetes Mittel der erfolgreichen Bekämpfung von Drogenkonsum ist, sollte man sich stets fragen, wer von einem Verbot und dem Status Quo maßgeblich profitiert.

    Auf der anderen Seite wäre die komplette Legalisierung ohne jedwede Regulierung genauso fatal wie die derzeitige Prohibition. Denn die Logik des Kapitalismus wird dann dazu führen, ähnlich wie hier bei Bier und Zigaretten, dass der Drogenkonsum aktiv beworben wird und Menschen offensiv verführt werden Drogen zu nehmen. Es ist wie immer der gesunde Mittelweg, der vernünftig wäre.

  • Es ist mit den meisten Drogen so, dass die Dosierung und Häufigkeit das Problem machen können. Wobei ich bei den künstlich verdichteten Drogen, wie Kokain und Heroin, sowie den Designerdrogen doch so meine Zweifel habe, ob die nicht verboten bleiben sollten.

    Ich habe gerade gelesen, dass fünf Todesfälle in den USA auf Eneergydrinks zurückgeführt werden.

    https://www.stern.de/gesundhei…-zwei-litern-7283378.html

  • Um von der Frage der Legalisierung weg zu kommen.

    Ist es denkbar das in einer Welt in der die allermeisten Menschen keine Zukunftsangst haben, nicht ständig unter Druck stehen sonder sich mit den anderen Menschen und der Umwelt verbunden fühlen, der Anteil der Drogensüchtigen ein Bruchteil dessen ist was wir in unserer Welt erleben? Besteht also ein direkter Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und den Lebensbedingungen, steckt da immer eine Flucht dahinter, oder sind das nur Zufälle?


    Was sagen die Soziologen?

    Glücklich ist der der weiß das er glücklich ist!

  • Ich bin ja kein Soziologe,

    Für mich gibt es in solch einem Beziehungsgeflecht keine Zufälle! Wir benennen Zufälle, Dinge, Begebenheiten, die unserem Bewusstsein nicht zugänglich sind oder die wir nicht erklären können.


    Unsere Gesellschaft entspricht einem komplexen System mit unbegrenzten Möglichkeiten was alles passieren kann.


    Ich sehe natürlich einen Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und Lebensbedingungen. Wir diskutieren oftmals mehr die System-Outputs in unserer Gesellschaft als die Ursachen. Was nicht verwunderlich ist, da Systeme sich selbst erhalten möchten. Wenn, dann müssen wir Menschen die Systeme in Frage stellen die eben nicht wie gewünscht funktionieren.


    Eine einfache Antwort gibt es nicht auf komplexe Fragestellungen (siehe Asbys law) wie die des Drogenkonsums und den vorherrschenden Lebensbedingungen! Dass die Kriminalisierung von Drogenkonsum nicht die Lösung ist, bestreiten wohl nur noch wenige.


    Flucht ist in dem Fall für mich das Ergebnis z.b. einer Stresssituation. Stress habe ich dann, wenn mir die Möglichkeiten ausgehen zu handeln. Wenn ich nun auf der Flucht bin, nimmt mein Hirn gerne auch "Lösungen" an, die mich nicht wieder in die Stresssituation zurück führen und die es scheinbar ermöglichen die Stresssituation gänzlich zu vermeiden.


    Um verständlich zu sein müsste ich vermutlich weiter ausholen. Evtl. reicht es ja um eine Diskussion anzustoßen ; )

    mein Entwicklungspfad: über die Thematik Nachhaltigkeit erkennend, das ist richtig, jedoch nicht die Basis

    Donella H. Meadows Buch "Die Grenzen des Denkens" entdeckt und verstanden das ist die Basis :)

    intensive Literaturstudie "komplexe Systeme" über die Kybernetik kommend, G.Bateson, HvFoerster und viele andere aufgesogen

    Übertragen erster Erkenntnisse in die tägliche Praxis

    Literaturstudie heutiger Wissenschaftler wie Hartmut Rosa, Armin Nassehi, Wolfram Lutterer, Maria Pruckner

    Soziopod entdeckt ;)

  • Nach Kant geht Drogenkonsum nicht, weil man ja sonst ableiten müßte, dass alle Drogen zu nehmen haben. Buddhisten lehnen Drogen ab, weil sie dadurch eine Bewußtseinseintrübung und in der Folge Achtsamkeitsdefizite befürchten.

    In vielen Kulturen sind Drogen fester Bestandteil im Leben.

    Dazu empfehle ich den Film: "Der Schamane und die Schlange"