Themenwunsch: Feminismus

  • Hattet ihr shcon einmal was zum Feminismus gemacht? Ich meine nicht zum politischen, sondern aus der philosophischen Brille.

    Da Philosophen anscheinend hauptsächlich männlich sind und ihr auch bisher hauptsächlich - daraus folgernd - männliche Philosophen hattet,

    wäre etwas zu dem Thema sicherlich sehr interessant.

    "Man ist nie so lächerlich durch Eigenschaften, die man besitzt, als durch jene die man zu haben vorgibt."


    Jolan tru,

    Chris :whistling:

  • * Vielleicht auch nicht auf den Feminismus begrenzt. Sondern eher daraum gehend, welche weiblichen Philosophen es in der Geschichte so gab.

    "Man ist nie so lächerlich durch Eigenschaften, die man besitzt, als durch jene die man zu haben vorgibt."


    Jolan tru,

    Chris :whistling:

  • Schau mal bei Soziopod #25 vorbei, da wird feministische Theorie ein wenig behandelt. Ich fände es aber auch sehr interessant, wenn mal eine oder mehrere Folgen kämen, in denen Philosophinnen den Schwerpunkt darstellen.


    Da wir schon dabei sind, ich bin vor einigen Tagen über ein sehr interessantes Buch gestolpert. Es nennt sich "Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?" und beschäftigt sich aus archäologischer Sicht mit der Aussage, bereits in der Steinzeit seien die Geschlechterrollen festgelegt gewesen (Jäger und Sammlerinnen). Ich bin jetzt noch nicht dazu gekommen, tiefer in das Buch einzusteigen, aber dennoch wollte ich das mal anführen.

  • Mein erster Impuls, bei solchen Publikationen, ist erst mal Ablehnung. Wenn es aber nicht versucht, eine steinzeitliche Gesellschaft zu postulieren, in der Männer und Frauen gleichberechtigt gejagt haben und auch Männer unterhalb der gewissen Altersgrenzen in der Höhle geblieben sein sollen, sondern die spirutuelle Führung durch die Frauen herausstreicht, die es meines Erchtens gegeben haben wird, dann freunde ich mich damit an.

  • Ich fänd das Thema "Geschlechtsidentität: Entwicklung und gesellschaftliche Relevanz" recht spannend. Wichtig wäre dabei aber, eben nicht das Thema Geschlechterkonflikt aufzugreifen, sondern viel mehr der Entwicklungsverlauf der eigenen Gewchlechtsidentität und die Frage, in welchem Ausmaß Sie relevant für das Individuum bzw. Das soziale Umfeld, oder auch die "gesamte" Gesellschaft (also je nach Rahmen: Deutschland, Eu, die Welt). Vielleicht gibt es da auch jeweils Unterschiede im Laufe der Geschichte, wie beispielsweise die zunehmende Realisierung bzw. Akzeptanz von queeren Menschen?


    Da Herr Dr. Köbel ja besonders auf Identitätsbildung schaut, fänd ich auch einfach interessant, auf was für Quellen er da zurückgreifen würde (Bourdieu sollte schnell dabei sein, aber bekommt er Popper da auch mit reingequetscht? 😅)


    Ich selber habe mich mit dem Thema Männlichkeit zwar schon ausgiebig beschäftigt, kann da bei Bedarf auch einige gute Quellen zu angeben, kenne mich aber in der weiblichen Identitätsentwicklung nur bedingt aus und finde quasi den strukturellen Überbau (warum überhaupt Geschlecht?) Interessant.


    Sobald es aber in die Richtung der Hegemonie und Co geht, halte ich es nur für bedingt möglich, das Thema in ca einer Stunde wirklich nachvollziehbar auszuformulieren, da es einfach unheimlich komplex und kleinteilig ist.

  • Da wir schon dabei sind, ich bin vor einigen Tagen über ein sehr interessantes Buch gestolpert. Es nennt sich "Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?" und beschäftigt sich aus archäologischer Sicht mit der Aussage, bereits in der Steinzeit seien die Geschlechterrollen festgelegt gewesen (Jäger und Sammlerinnen). Ich bin jetzt noch nicht dazu gekommen, tiefer in das Buch einzusteigen, aber dennoch wollte ich das mal anführen.


    Zu dem Thema gab es in Freiburg mal eine gute Ausstellung.

    Bei archäologischen Ausgrabungen wird üblicher weise des Geschlecht des Bestatteten anhand der Grabbeigaben bestimmt. Einfach gesagt: Schmuck = Frau / Waffen = Mann.

    Das wurde aber für die Ausstellung durch die medizinische Untersuchung der Skelette überprüft und siehe da, Bei einigen Funden war es genau umgekehrt.