Soziopod Lernen Lernen Lernen #001 mit Lisa Rosa über Schulgeschichte und den Sinn des Lernens

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    Lernen Lernen Lernen #001 mit Lisa Rosa

    In der ersten Ausgabe von Lernen Lernen Lernen spricht Herr Breitenbach mit Lisa Rosa über Schulgeschichte, das Schulsystem und welche Veränderung im Zeitalter der Veränderung und in Anbetracht der gesellschaftlichen Herausforderungen notwendig wäre.

    Lisa Rosa hat Politische Wissenschaften, Geschichte und Musik studiert, war 20 Jahre Vollzeit-Lehrerin an einer Gesamtschule in Westberlin und an einem Hamburger Gymnasium. Seit 2005 arbeitet sie in der Unterrichtsentwicklung im Referat Gesellschaft des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg. Ihre Interessen und Arbeitsgebiete liegen in den Bereichen Digitale Medien und Bildung, Wissensgesellschaft, Politische Bildung, Lerntheorie und Projektdidaktik. Sie befasst sich außerdem mit Fragen des Zusammenhangs von Klimawandel, Gesellschaftstheorie und Bildung.

    Hier könnt ihr die Episode diskutieren.


  • Wunderbares Format. Und eine kraftvolle Lisa Rosa, deren Gegenwartskritik ab Minute 41:30 mich natürlich besonders angesprochen hat.


    Schön und lehrreich auch die historische Einordnung des heutigen Bildungsbegriffs. Wie Recht sie hat, wenn sie sagt ohne historische Vogelperspektive verweile man in einem nichtssagenden "Film Still".


    Spruch der Folge: "Schau hin Du Depp, damit Du weißt wie's geht!" 😅

  • Frau Lisa Rosa hat meinen inneren Marxisten doch sehr angesprochen.

    Ja ich hatte leider auch das Gefühl, dass es eher ein politischer Appell als eine Soziopodepisode war. Ich vermisse die reflektierte Problemanalyse und das theoretische Fundament der Lösungsansätze, die ich sonst vom Soziopod gewöhnt bin. Aus meiner Sicht wurden diese leider zwischen Benennung einiger potentieller Probleme des Schulsystems und Verschreibung von Lösungen weitestgehend ausgelassen.

  • Ja ich hatte leider auch das Gefühl, dass es eher ein politischer Appell als eine Soziopodepisode war. Ich vermisse die reflektierte Problemanalyse und das theoretische Fundament der Lösungsansätze, die ich sonst vom Soziopod gewöhnt bin. Aus meiner Sicht wurden diese leider zwischen Benennung einiger potentieller Probleme des Schulsystems und Verschreibung von Lösungen weitestgehend ausgelassen.


    Frau Lisa Rosa hat sowohl Probleme als auch Lösungsansätze genannt und diese fundamentiert darlegen können. Dein Problem sehe ich hier nicht,

  • Seit längerer Zeit bin ich begeisterter Hörer des Soziopods, der von der Qualität international sicherlich ganz vorne mitspielt. Mein ganz großes Dankeschön an Herrn Breitenbach und Prof. Dr. Köbel für die Mühe und die Kompetenz, die in jeder einzelnen Episode steckt.


    Normalerweise beteilige ich mich selten bis gar nicht an Foren oder Blogs aber die Episode "Lernen, Lernen, Lernen #001 mit Gast Lisa Rosa" hat mich motiviert, mich hier zu registrieren und meinen ersten Beitrag zu verfassen.

    Diese Episode mit Lisa Rosa ist, mMn, fachlich gut mit offensichtlich großer Sachkenntnis seitens des Gastes und viel Hintergrundinformationen zum Thema Bildungs-/Schulgeschichte und Implementierung von alternativen Schulmodellen in den Regelschulbetrieb. Natürlich bleiben bei so einem umfangreichen Thema, abgehandelt in knapp 2 Stunden, viele Punkte ausgespart, wie etwa Hintergrundinformationen und Faktenlage zum Status quo von Bildung und Schule sowie zu aufgestellten Behauptungen und Thesen.

    Problematisch für den Gesamteindruck der Episode war für mich allerdings die unverhohlene Ausbreitung ihrer marxistischen Ideologie, was ich in dieser Form nicht erwartete, da Frau Rosa bei Reden und Vorträgen ansonsten relativ gemäßigt auftritt, und ich die Ausgewogenheit des Soziopods normalerweise sehr schätze. Die regelmäßigen Hinweise durch den Gast auf Marx, Lenin, Sowjetunion sowie auf die Notwendigkeit von Revolution, Klassenkampf und klassenloser Gesellschaft (hat sie keinen Begriff, welche Gewalt und Unterdrückung explizit und implizit mit diesem Konzept verbunden ist???), lassen diese Episode für mich, als halbwegs informierten Nicht-Marxisten, doch eher als Ideologie-Vortrag, denn als sachliches Gespräch über das Thema erscheinen.

    Ich hatte ab ca. Minute 45 des Podcasts den Eindruck, dass sich Frau Rosa in einem sicheren Raum wähnte um danach ideologisch "die Sau rauslassen zu können", mit allen Reizwörtern für die geneigte Hörerschaft. Herr Breitenbach mühte sich sehr, gelegentlich einzuhaken und Frau Rosa zu einem Diskurs herauszufordern, was aber von ihr mit einem weiteren Monolog umgangen wurde. Schade, denn in diese 2 Stunden hätten sich mehr fachliche Informationen unterbringen lassen, wenn der Anteil persönlich-politischer Inhalte seitens Lisa Rosa geringer ausgefallen wäre.


    Ich bin mir sicher, dass das Format "Lernen, Lernen, Lernen" großes Potential besitzt, es sich mit der Zeit "einschleifen" und in den nächsten Folgen ein einseitiger Gast von Herrn Breitenbach auch mehr "gechallanged" wird. Herzlichen Dank nochmals und weiter so :-)

  • Text-Bot Danke für deine geteilte Beobachtung und die Mühe sich hier zu registrieren und zu kommentieren.

    Um es noch mal klar zu formulieren: Lernen Lernen Lernen ist tatsächlich ein Format das sehr weit vom "normalen" Soziopod entfernt ist. Es fehlt hier einfach Nils Köbel und damit die besondere und vermutlich ziemlich einmalige, über 20 Jahre gewachsene Gesprächssituation zwischen uns beiden.

    In diesem Format spreche ich mit fremden Gästen. Ich versuche natürlich auch dort kritisch zu hinterfragen und ein Gespräch einzugehen, aber das gelingt von Gast zu Gast eben unterschiedlich, weil ja immer zwei zu einem Gespräch gehören.

    Mich interessieren in diesem Format weniger objektive Wahrheiten (denn wenn man allein schon den Faktencheck über das Gespräch laufen lassen würde (vielleicht kann das ja mal jemand tun), könnte man so einiges finden, was einfach so nicht stimmt. In Finnland gibt es zum Beispiel Privatschulen, wenn auch nicht viele. Und auch in Deutschland gibt es Laborschulen, die an dem Staat angedockt sind) sondern unterschiedliche Perspektiven und Ansichten von Menschen die unmittelbar in der Bildung tätig sind. Da ich aber eher neugierig bin als kritisch schon wissend, muss ich natürlich meinem Gesprächspartner zunächst einmal vertrauen.

    Vielleicht ist das ja dann auch ein Format an dem man sich als ZuhörerIn viel stärker reiben kann. Eben weil es den offenen Raum gibt.
    Ansonsten bemühe ich mich weiter kritisch zu sein, da gilt es die Balance zwischen offnener Neugier und hartem, kritischen Diskurs zu wahren.

    Jedenfalls danke für den Beitrag!