Beiträge von ThomasG

    Ich glaube, dass die derzeitigen Entwicklungen z.b. ... fff ... Gerade deshalb entstehen, weil Jugendliche eben noch nicht völlig vom "System" vereinnahmt sind und inzwischen verstanden haben, systemisch zu denken.

    Komplexe Systeme streben nach einer stabilen Ordnung, deshalb produziert das System auch das nach was das System stabilisiert. Greta hat mit ihrem Thema Erfolg weil sie Resonanz gefunden hat und die kritische Masse inzwischen erreicht hat, so dass sie die Ordnung "stört" und das System hoffentlich so instabil macht, dass wir dadurch die Möglichkeit bekommen, einen Wechsel der Ordnungsebene "einzuleiten" um dann eine neue Ordnungsebene zu erreichen, die dann wieder stabil ist.

    Hoffe, in der Kürze halbwegs verständlich geschrieben zu haben.

    eine Umfrage z.b., unter den Teilnehmern wird ein Gewinn ausgelost: Eine Telefonkonferenz mit euch beiden :)

    kein normaler mensch versteht was armin nassehi bei hart aber fair sagt (oder bei GMBH). auch aus persönlicher sicht ...schon allein ein schachtelsatz fällt mir schwer... aber ey ich bin schon besser geworden :).

    mir geht es da ja ganz ähnlich! Deshalb habe ich den Weg gewählt über die Wurzeln der "komplexen Systeme", also die der Kybernetik, zu gehen. So fiel es mir leichter zu verstehen um was es geht. Und es kommt natürlich immer darauf an, aus welcher Denkrichtung, Prägung man kommt. Hatte ich ja schon einmal in einem anderen Beitrag geschrieben. Wer z.b. aus der medizinischen Richtung kommt, dem werden Pathologien, Schizophrenie leichter fallen als einem der aus dem kaufmännischen, aus dem Wirtschaftssektor kommenden. Deshalb war für mich Armin Nassehis "Die letzte Stunde der Wahrheit" leichter verständlich.

    Die Wahrheit ... gibt es nicht! Armin Nassehi hat das in seinem Buch "Die letzte Stunde der Wahrheit" (gut lesbar) beschrieben. Ein zentraler Aspekt dabei ist die "Perspektivendifferenz".


    Natürlich geht die Erkenntnis viel weiter zurück... Von Glasersfeld, Heinz von Foerster, Gregory Bateson haben das schon Jahrzehnte früher beschrieben.

    zu welchem Thema konkret? Zum Klimawandel gibt es ja massig Literatur. Entscheidend ist ja wohl, dass wir als Individuen und als Gesellschaft darauf reagieren müssen ob es uns gefällt oder nicht, früher oder später. Ich bezweifle jedoch, dass gesellschaftliche Problemsysteme durch individuelle Lösungssyteme beseitigt werden können. Was nicht heißt, dass der Einzelne sich nicht klimafreundlich verhalten sollte!


    Ich selbst habe unter anderem von Al Gore, "Eine unbequeme Wahrheit" und "Die Zukunft", von Jørgen Randers, "2052", von Franz-Josef Radermacher, "Global impact" und "Welt mit Zukunft" hierzu gelesen. Dies im Vorfeld zu meinem Studium der systemischen Literatur (siehe meine Signatur) die für mich immer noch die Basis darstellt wie unsere gesellschaftlichen Probleme angegangen werden können.

    Man könnte Glück sicherlich definieren. Die Definition ist dann eben relativ und nicht absolut! Sicher ist auch, es bedarf keiner Definition :) um glücklich sein zu können. Zu einfach?

    Ich gehe nur einmal auf das Farben sehen ein... Wir konstruieren sogar Farbe - zumindest unter bestimmten Umständen - wenn du zum Beispiel mit Farbtafeln im Wasser abtauchst, wirst du feststellen, dass zuerst rot und Rottöne nur noch als matschiges rot, tiefer als braun zu sehen sind. In tieferen Zonen ist rot als Farbe nicht mehr zu sehen! Nimmst du z.b. eine Erdbeere mit nach unten, wirst du diese immer noch als "rot" wahrnehmen obwohl "rot" nicht mehr zu sehen ist. Dein Hirn ergänzt die Farbe weil wir ja wissen, dass eine Erdbeere "rot" ist. Umgekehrt verhält es sich mit einer Pferdeaktinie. Wenn du in 10m Tiefe siehst, wirst du sie als eher braun sehen. Nimmst du sie mit nach oben wirst du sehen, dass sie rot ist.

    Martin Finger Martin sehe es ähnlich,

    ergänze deine Aussage lediglich mit... auch wenn es Umstände gibt, mit denen ich unzufrieden sein könnte, und anstatt.... Mit Gleichmut zu begegnen... das positive herauszuziehen...

    Mit Zufriedenheit gelingt es mir Glück zu empfinden... praktisches Beispiel: ich nutze an einem freien Tag eine sonnige Viertelstunde mit einer Tasse Kaffee auf dem Balkon und fühle mich erholt, zufrieden, wenn das dann noch im Februar stattfindet, sogar Glück :)

    Ich bin ja kein Soziologe,

    Für mich gibt es in solch einem Beziehungsgeflecht keine Zufälle! Wir benennen Zufälle, Dinge, Begebenheiten, die unserem Bewusstsein nicht zugänglich sind oder die wir nicht erklären können.


    Unsere Gesellschaft entspricht einem komplexen System mit unbegrenzten Möglichkeiten was alles passieren kann.


    Ich sehe natürlich einen Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und Lebensbedingungen. Wir diskutieren oftmals mehr die System-Outputs in unserer Gesellschaft als die Ursachen. Was nicht verwunderlich ist, da Systeme sich selbst erhalten möchten. Wenn, dann müssen wir Menschen die Systeme in Frage stellen die eben nicht wie gewünscht funktionieren.


    Eine einfache Antwort gibt es nicht auf komplexe Fragestellungen (siehe Asbys law) wie die des Drogenkonsums und den vorherrschenden Lebensbedingungen! Dass die Kriminalisierung von Drogenkonsum nicht die Lösung ist, bestreiten wohl nur noch wenige.


    Flucht ist in dem Fall für mich das Ergebnis z.b. einer Stresssituation. Stress habe ich dann, wenn mir die Möglichkeiten ausgehen zu handeln. Wenn ich nun auf der Flucht bin, nimmt mein Hirn gerne auch "Lösungen" an, die mich nicht wieder in die Stresssituation zurück führen und die es scheinbar ermöglichen die Stresssituation gänzlich zu vermeiden.


    Um verständlich zu sein müsste ich vermutlich weiter ausholen. Evtl. reicht es ja um eine Diskussion anzustoßen ; )

    Herr Breitenbach nachhaltig ist doch definiert?! Nachhaltig kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bedeutet:

    forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann


    Ok, bei "gerecht" ist das schon schwieriger, meint, dass ein Preis einem Optimum für beide entspricht und eben kein Maximum bzw. Minimum


    In der Natur gibt es kein Maximum sondern eben einen optimalen Bereich!


    Als Grundlage benötigen wir Menschen in diesem Fall ein gemeinsames Verständnis das sich auch auf eine gemeinsame Werte-Basis stützt in der jeweils darauf vertraut werden kann, dass sich der andere fair verhält.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es darum, ob sich "fair" definieren lässt. Ich meine ja, unter Umständen, bei Beachtung von bestimmten Bedingungen.

    ok, dann versuche ich mich an einer möglichen Antwort:


    Fair ist, wenn ich ein nachwachsendes Produkt zu einem gerechten Preis erwerbe welches nachhaltig produziert wurde.


    Nachwachsend, weil endliche Resourcen nicht fair gehandelt werden können, da ich bei begrenzten Resourcen die Entscheidung fälle, dass ich diese verbrauche und diese dann möglicherweise, wenn nicht recycelbar, unwiderruflich dem Kreislauf entzogen wäre


    Gerecht, weil ungerecht unfair ist


    Nachhaltig, da nicht nachhaltig bedeutet, dass irgend ein Bestandteil bei der Produktion zu Lasten der Umwelt oder des Produzenten geht


    Erwerben könnte natürlich auch tauschen sein wenn für das getauschte Gut auch die genannten beiden anderen Bedingungen erfüllt werden


    Auf die Eingangsfrage bezogen stelle ich für mich fest, dass es da kein "fair" geben kann, da die Ausgangsgüter schon nicht dem "fair" entsprechen

    Es gibt keine objektive Erfahrung!

    Geschichte ist also nicht objektiv, muss sie auch nicht

    Das Video hier ist ein gutes Beispiel für "Wahrnehmung" aus unterschiedlichen "Perspektiven"....

    und damit wie Geschichte entstehen kann:


    Hi Lari,

    Es kommt natürlich darauf an, aus welcher Denkrichtung du kommst. Wenn du aus dem medizinischen Bereich kommst, empfindest du womöglich die Thematik Schizophrenie, Double bind, leicht und dagegen eine andere schwerer...

    Allgemein leichte Kost ist von Donella H. Meadows, Die Grenzen des Denkens, sie erklärt komplexe Systeme sehr anschaulich. Für mich sollte das ein Schulbuch sein!

    Breit angelegt sind die Werke von Gregory Bateson, Geist und Natur und die Ökologie des Geistes, wenngleich auch deutlich tiefschichtiger als vorgenannte.

    Empfehlenswert weiterhin Heinz von Foerster, Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners

    Für mich war das die Basis, Primärliteratur

    Noch vor Watzlawick und Co...

    .... Hartmut Rosa, Resonanz, Wolfram Lutterer, Auf den Spuren ökologischen Bewusstsein und Der Prozess des Lernens

    Sind meiner Meinung nach auch sehr nah an dieser Basis

    Mit Sicherheit ist meine Auflistung nicht vollständig, Luhmann, Stierlin, Habermas, Adorno, Nassehi,...um nur einige zu nennen


    Ich halte es deswegen für schwierig nur ein einziges Buch zu benennen... Ich brauchte mehrere Perspektiven um einzusteigen