Beiträge von ruefo

    Guten Tag alle miteinander und Glückwunsch zum neuen Format.

    Entschuldigung dafür, dass ich nun zur älteren Folge noch einen Kommentar habe, aber ich habe sie erst jetzt angehört. Die zahlreichen Ideen und Impulse sind Klasse und es ist schön zu hören, dass hier ein Umdenken stattfindet.


    Nur eine Kleinigkeit stört mich etwas: In Ihrer Diskussion geht es auch um Scrum und dessen Implementierung im Schulumfeld. In dieser Folge werden die Begriffe "Scrum", "EduScrum", etc. meines Erachtens nach recht unscharf verwendet. Ich arbeite als Scrum Master in einem Wirtschaftsunternehmen. Ich denke, dass die Werte, die diesem Rahmenwerk zugrunde liegen, bereichernd für das gemeinsame Arbeiten und unser Zusammenleben sind. Gerade deshalb ist es wichtig in der alltäglichen Arbeit immer wieder diese Werte (Selbstverpflichtung, Mut, Fokus, Offenheit und Respekt) hochzuhalten und sein Verhalten in Bezug auf diese zu reflektieren. Leider besteht eine beständige Gefahr, dass die Methode "verwässert" wird. Daher ist es mein Wunsch, dass nicht von Scrum gesprochen wird, wo eigentlich kein Scrum umgesetzt wird. Bereits Ron Jeffries, (Mit-)Author des Agilen Manifests schieb: "Does it work for you? Then use it, but do not call it Scrum…" Für alle Scrum Master und Agilen Coaches ist es dann einfacher zu argumentieren, warum Dysfunktionen auftauchen, wenn Elemente weggelassen werden. ("Wir haben ein Auto ohne Motor gebaut und wundern uns, dass es nur bergab fährt.")


    Wohlgemerkt: Es geht mir nicht darum, eine ideologische Debatte zu führen, aber es spricht ja nichts dagegen, zu sagen "Wir setzen jetzt auch agile Elemente und Methoden ein (wie sie z.B. auch in Scrum verwendet werden)". Und das wäre mein Wunsch: Eine etwas vorsichtigere, (noch) differenziertere Formulierung, wenn es um Scrum geht.


    PS.: Nochmal Daumen hoch, auch die Folgen danach sind super!