Beiträge von Marie

    WaermflaschenMacher tut mir Leid, dass ich jetzt erst antworte.

    Ich versuche mal auf die Fragen einzugehen, ich kann letztendlich nur das an Theorien und Definitionen wiedergeben was ich bisher in meinem Studium ein bisschen gelernt habe und ich hatte nur eine Vorlesung in Soziologie (leider :D).

    Also, zuerst einmal ist es wichtig, dass der Institutionsbegriff anders verstanden wird. Eine Institution ist eine Form geregelter Kooperation. Hier eine Definition:" Eine Institution ist eine Sinneinheit von habitualisierten Formen des Handelns und der sozialen Interaktion, deren Sinn und Rechtfertigung der jeweiligen Kultur entstammen und deren dauerhafte Beachtung die umgebende Gesellschaft sichert".
    Institutionen meinen auch offizielle Einrichtung, genauso wird hier aber auch eine Familie als Institution gesehen, genauso wie die Normen und Werte die sich z.B. innerhalb einer Familie verfestigen.

    Nun zu den Systemen. Ich gehe da wie gesagt auf die Theorie nach Parsons zurück. Also es gibt das Allgemeine Handlungssystem, das aufgeteilt ist in soziales, personales und kulturelles System. Das kulturelle System enthält die Werte und Normen, diese werden durch den Sozialisationsprozess vom Individuum erlernt und internalisiert. Das wiederum findet im personalen System statt. Das soziale System ist nun eigentlich das einzig wirkliche "Handlungssystem", denn hier finden die sozialen Interaktionen statt.
    Durch diese sozialen Interaktionen wiederum bilden wir unsere Werte und Normen bzw. institutionalisieren bestimmte Regeln. Paul hat bereits im Kommentar davor das Werk von Berger&Luckmann erwähnt, wo es eben genau darum geht. Wir Menschen "institutionalisieren" Handlungsregeln und machen sie somit zu einer uns objektiv gegenüberstehenden "Umwelt". Genau das findet letztendlich im sozialen System statt.

    Die Trennung der Systeme ist letztendlich ein bisschen abstrakt, und darf nur analytisch gesehen werden.. Sie überschneiden sich natürlich und können so direkt gar nicht voneinander getrennt werden.

    Also so habe ich das alles zumindest bisher verstanden...

    Lg !

    also leute... dann nochmal etwas provokanter :P

    ein -->SOZIO<--pod forum (ich hoffe) voller soziologen ? und keiner kann mir "das soziale" von ein paar seiten beleuchten?

    was ist da los ? oder ist das hier ein psychopod

    Hey,

    Ich möchte mal versuchen auf "das soziale" einzugehen, so wie ich das bisher durch unterschiedliche Theorien verstanden habe...
    Also, nach Parsons gibt es das kulturelle, das personale und das soziale System. In dem sozialen System finden die Interaktionen statt, hier werden Werte und Normen institutionalisiert. Heißt, durch unsere Kommunikation und Interaktionen schaffen wir festgelegte Handlungsregeln usw...

    Das ganze geschieht, da wir Strukturen benötigen.. Die Welt und die Fülle an Handlungsmustern wäre viel zu groß und komplex, wir schaffen uns also Regeln und Systeme um eine Ordnung zu haben und Komplexität zu reduzieren. Somit wissen wir in einer Kommunikation ungefähr, was wir von dem Gegenüber erwarten können an Antworten und Handlungen und was nicht.

    Durch die institutionalisierte Welt und durch die Kommunikation, glaube ich, bilden wir letztendlich das individuelle. Denn nur durch Abgrenzung können wir ja Dinge benennen. Heißt, wir brauchen einen Vergleich, also wir brauchen die Gesellschaft oder andere um für uns selbst irgendeine Charaktereigenschaft zu definieren.

    Das soziale System lässt sich natürlich niemals einfach so abgrenzen... Aber für mich ist das soziale alles, was man eine Interaktion nennt bzw. wo handeln stattfindet.

    Ich hoffe, das konnte die Frage ein bisschen weiter beantworten...
    LG !