Beiträge von Paul

    Recht unbekannter Channel, aber aktuelle, unterhaltsame und qualitativ schön aufgearbeitete Inhalte. Wie hier z.B. Hegel und die Incel-Subkultur

    oder Baudrillard und K-Pop

    Lesch sagt ja auch, dass die Physik ursprünglich aus der Philosophie kommt. Newton soll insofern kein Physiker, sondern Naturphilosoph gewesen sein. Philosophie kann so breit interpretiert werden, wie es Menschen auf dem Planeten gibt - oder sogar darüber hinaus?

    https://philosophybites.com/20…ilosophy-and-physics.html ist ein schöner Podcast dazu, und Grund dafür warum Stephen Hawking bei mir einiges an Respekt eingebüßt hat.

    Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn jemand über KenFm den Holocaust leugnet oder darüber rassistische Hetze oder Aufruf zur Gewalt betrieben wird.

    Anscheinden hat Ken Jebsen 2011 persönlich behauptet, er wisse "wer den holocaust als PR erfunden hat“...


    Alles in allem erscheint mir das Format ca. so links und fundiert wie Fox News oder RT. Wobei er letzterem spätestens seit 2018 offiziell angehört. https://www.zeit.de/politik/au…ussland-propaganda-luegen, https://correctiv.org/aktuelle…se-ist-immer-und-ueberall, https://www.zeit.de/politik/de…ropaganda/komplettansicht etc. pp.

    Nachdem ich langsam aber sicher am Ende der Episoden ankomme, fällt mir immer wieder auf, wie fruchtbar die Gesellschaftstheorie von Jean Baudrillard in vielen Diskussionen wäre. Eigentlich immer, wenn es um die Wirkung der Medien (besonders des Internets) geht, wenn Individualisierung oder Identität generell thematisiert werden, oder auch nur wenn ihr mal wieder einen Bezug zur „Matrix" herstellt. In der Kommunitarismusfolge wurde auch eine Kubrick-inszenierte Simulation der Realität (lies: Film) als Illustration für das Menschenbild des Neoliberalismus genannt, wozu Baudrillard einiges zu sagen hätte... und dann geht es um "echte Beziehungen", "echte Gemeinschaften", woran Baudrillard ja quasi seine komplette Simulationstheorie ausgerichtet hat.


    Gleichzeitig ist es für Laien relativ schwer Baudrillards (mMn unübertroffen) epischen, aber durchaus kryptischen Stil zu durchdringen, obwohl seine Konzepte in diesem digitalen Zeitalter definitiv realitätsnaher/beobachtbarer geworden sind. Deswegen glaube ich, dass eine Einführung in seine Weltsicht (in gewohnter, phänomenaler Aufarbeitung durch Prof K und Herrn B) besonders wichtig wäre.


    Schönen Abend,

    Paul

    Ich würde mich anschließen und Fragen, ob man in diesem Rahmen denn auch Jean Baudrillard vorstellen könnte? Er hat ja mit "Die Konsumgesellschaft" ein, (meiner Meinung nach) sehr aufschlussreiches Werk über diese Phänomene verfasst, und passt ja insgesamt ganz gut in die Konstruktivismus/Post-Strukturalismus-Schiene, die ihr ja schon öfter behandelt habt. Gleichzeitig wirken seine Werke aber vor allem für außenstehende dieser Strömung doch sehr kryptisch, so dass die Klärung seiner Grundbegriffe und seiner historischen Bedingungen für ein tieferes Verständnis dieser Konzepte eventuell sehr förderlich wäre.