Beiträge von Herr Breitenbach

    Da ist mir insbesodere noch der Gedanke Fromms hängen geblieben, dass die Okkupation der ostlichen Staaten durch die Sowjetunion nicht unebdingt Ausdruck eines Expansionsdranges ist, sondern sich de UdSSR ihrerseits einen Schuzwall schafft, um sich vor dem amerikanischen Imperialismus zu schützen.

    Und die USA begründet ihre expansive Politik eigentlich mit dem identischen Argument. Man muss sich, die Freiheit und die Demokratie vor den anderen schützen. ;-)

    Am Ende des Tages geht es beiden nur um Macht und Einfluss - und zwar den jeweiligen Staatenlenkern, nicht dem gesamten Land!

    Mit Bestrafung kann man vielleicht mechanische Dinge wie Kung Fu "beibringen", aber kann man damit auch Menschen unterstützen, sich mit ihrer Persönlichkeit voll zu entfalten, kritisch zu denken, empathisch zu erfassen und kreative, multiperspektivische Lösungen auf eine Vielzahl von Problemen zu entwickeln? Operante Konditionierung funktioniert, aber eben nicht für alles.

    Hallo Jakob  

    In der Tat mache ich das selbst. Auch aus inhaltlichen Gründen und bei uns hält sich die Schnittarbeit in Grenzen. Ich behalte dich aber für andere mögliche Projekte mal im Hinterkopf. Alles Gute!

    Lieber Theoderich,

    es war mir eine Freude dich in RL zu sehen. Insgesamt war es ja ein gelungener Abend mit anregender Diskussion.

    Zu deiner Frage zu Sein oder Haben: ich denke die Abhängigkeit ist ein guter Indikator, auf der anderen Seite sind wir als soziale Wesen grundsätzlich von Dingen und Menschen abhängig. Von daher finde ich es superschwierig das eindeutig zu beantworten. Ich glaube auch, dass Erich Fromm uns eher dafür sensibilisieren wollte, dass der Materialismus und Warenfetisch unser Leben zu sehr durchdringt und dass andere Werte im Leben vielleicht glücklicher machen.

    Liebe Grüße
    Patrick

    Gewinnspiele empfinde ich immer so als letzten Strohhalm ;-)
    Aber die Idee von einer Telefonkonferenz ist eigentlich sehr gut. Allerdings ist das immer so eine Sache mit der Terminplanung.

    Ganz spontan fallen mir die klassischen "Umverteilungsmechanismen" ein. Es wäre schon mal ganz gut, wenn Geld, das für sich arbeiten lässt, (was ursprünglich ja mal von anderen Menschen hart erarbeitet wurde) vernünftig und ebenbürtig zur Arbeit besteuert werden würde. Und dann müsste man über Erbschaftssteuer sprechen.

    Mit Vernunft oder Einsicht wird man Milliardäre jedenfalls nicht dazu bewegen, keine Anhäufung mehr zu vollziehen. Warum auch?

    ChrisH Oh! Das ist natürlich sehr schade und doof.

    Also von mir aus verschieben, da ich sowieso nur kurz hätte vorbei schauen können. Bitte mir schreiben, damit ich das entsprechend auf Facebook kommunizieren kann, sollte es verschoben werden, dann am besten gleich mit neuem Datum.


    LG
    Patrick

    Theoderich Das ist alles im Sinne der Vernunft argumentiert. Leider haben wir es mit jeder Menge Unvernunft und partikularen Eigeninteressen zu tun. Die Klimawandelleugnung (tatsächlich die Minderheit) ist ja nur eine Möglichkeit sich den nun anstehenden drängenden Maßnahmen zu entziehen. Die nächste Begründung ist ja "Wirtschaft darf nicht Schaden nehmen". Jo! Welche Wirtschaft ist damit gemeint, denn Ökologie und Ökonomie schließen sich nicht gegenseitig aus, im Gegenteil. Momentan werden die Umweltschäden den Konzernen ja gar nicht abverlangt aber rein ökonomisch betrachtet beeutet es nicht, dass sie nicht entstehen. Das übernimmt dann halt die Volkswirtschaft und nicht die Betriebswirtschaft.

    Will sagen: Trotz Bewusstsein für die drohende Katastrophe gibt es zahlreiche Kräfte mit höchst unterschiedlicher Deutung und Interessenslage. Für viele sind die Auswirkungen noch immer zu komplex und nicht greifbar genug. Ich vermute das wird dann eintreten wenn es längst zu spät ist. ich vergleiche das immer mit dem Frosch im Wasserglas, der langsam gekocht wird er aber nicht rausspringt, weil er die schleichende Temperaturzunahme nicht bemerkt. So verhält es sich hier mit Menschen, die derzeit die Rahmenbedingungen setzen.

    Aus Angst vor Gelbwesten-Proteste macht man lieber nichts. Einschränkungen werden als "Verbot" gegeißelt und als Bedrohung der individuellen Freiheit wahrgenommen. Dabei leugnet die FDP und weite Teile der CDU(CSU/SPD noch nicht mal den Klimawandel aber jeder meint man müsse die Verantwortung und Lösung woanders sehen. Eigentlich müsste man nun alle erdenklichen Maßnahmen sofort einleiten um es aufhalten zu können, hier streitet man sich aber immer noch über das "Entweder/Oder". Also wir wollen Innovationen statt Tempolimit/CO2 Steuer etc. pp. Dabei bräuchte man alles in Summe! Das ist ja das verrückte.

    Und deine aufgeführten Argumente sind supergut und wurden auch so schon öfters im Diskurs formuliert, nur scheint niemand drauf Bock zu haben sich darauf einzulassen.

    Langer Rede, kurzer Sinn: Nicht die marginale Anzahl von Klimaleugnern sind (hier im Land) heute das Problem. Es ist die fehlende politische Direktive und Umsetzungskraft. Im Grunde genommen wäre einzig und allein eine absolute Mehrheit von FridaysForFuture in Parlamenten, Unternehmen und sonstigen Institutionen notwendig.

    Ist übrigens wie beim Thema Krieg: Keiner will ihn so wirklich haben, aber stattfinden tut er schon immer und Rüstungsgeschäfte macht man, weil sonst macht es ja jemand noch schlimmeres. Das sind ähnliche Mechanismen. Jeder ist sich grundsätzlich einig, aber wenn es um das Handeln geht verläuft sich alles im Sande. LEIDER!