Beiträge von ChrisH

    Was würdest du denn vorschlagen? Ich tue mich mit unbegründeten Ausschluss von oben herab erstmal sehr schwer, es sei denn es gibt klare Regelverstöße.

    Ich denke prinzipiell hast du Recht: Einen Regelverstoß gibt es nicht. Unser Ziel ist es einen offenen und kritisches Diskurs zu eröffnen, der über die akademische Elite hinaus geht. Das birgt aber auch Risiken, da es genug Menschen gibt, welche diese Offenheit für sich nutzen könnten, um die Idee des Soziopods zu untergraben.

    Ich habe noch einmal eine Weile über meinen Beitrag nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ein Regelwek bei einer starken Community unnötig, für den Anfang sogar schädlich ist. Ein Adminteam, welches unliebsame Beiträge löscht, während es gleichzeitig für Offenheit Werbung macht: Das kann auch keiner wollen.

    Ich denke Ziel sollte es eher sein, dass die Community für sich Strategien entwickelt, um mit Geschwurbel getarnt hinter der Maske der Logik, umzugehen. Und zwar auf eine Weise, durch die der offene Diskurs nicht untergraben wird. Das ist schwierig, allerdings hier auch genug Soziologie - Begeisterte und Experten, so dass es wohl nicht unlösbar ist.

    Ich würde das Adminteam daher gerne bitten, den Thread zu schließen und einfach so als Denkanstoß stehen zu lassen.


    Letztendlich ist es aber auch eine Frage der Selbstreflektion. Eine starke Community muss auch aus Mitgliedern betsehen, die ihre eigenen Fehler erkennen und anerkennen. So muss ich leider eingestehen, dass ich zu vorschnell und impulsiv gehandelt habe. Ich hätte den Beitrag auch stehen lassen können. Oder ein kurzes Statement direkt unter dem Beitrag abgeben können, in welchem ich meine Kritik äußere. Beides habe ich nicht getan. Stattdessen habe ich riskiert die Büchse der Pandora zu öffnen, um aus einer Fliege einen Elefanten zu machen, wo keiner ist. Das war falsch.

    Anlässlich der Bestrebungen von Herrn Köbel, den Soziopod offener offener zu gestalten, scheint es mir notwendig, dass wir eine Grundsatzdebatte eröffnen.

    Ich wage es kaum das Thema anzusprechen, da es oft heftige Reaktionen hervorruft, aber müssen wir wirklich mit jedem selbsternannten Soziologen oder Philosophen darüber diskutieren, ob und inwiefern KenFM noch seriös, oder nicht seriös, bzw. rein politisch oder populistisch ist? Ich denke da braucht es ein klares Regelwerk, welches ( ich wage das böse Wort gar nicht erst auzusprechen ) Verschwörungstheorien und Geschwurbel aus der Community ausschließt. Auch wenn jene Medien vielleicht populär sind, ich denke damit machen wir uns zu schnell unseriös, wenn wir hier bald knapp an den Haaren herbeigezogene Theorien über westliche Kriegspolitik und Propaganda philosophieren. Das könnte die Idee des Soziopods untergraben.


    Ich teile die Beiträge hier einfach mal, die mich auf die Frage gebracht haben:

    KenFM

    Aufwachen Podcast

    Ich würde nicht sagen, dass Verhaltensweisen sich alleine durch die Genetik weitervererben. Das wäre zu einfach. Vielmehr vererben sich bestimmte Verhaltensweisen und Erziehungsstile durch kulturelle und familiäre Einflüsse weiter. Ich komme zum Beispiel aus einer Suchtfamilie, wobei ich auch bei mir bestimmte Verhaltensweisen bemerke, die mich in destruktiver Hinsicht beeinflussen. Dies nur auf die Genetik zu beziehen, wäre zu einfach. Denn dann hätte ich keine Wahl. Dadurch, dass ich dies aber bemerke und daran arbeite, kann ich etwas anders machen. Diese Einstellung zu dem Thema hat meiner Meinung nach auch sehr viel mit der Sozialisation zu tun. Viel habe ich da auch von meinem Vater.


    So wie ich das bisher verstanden habe, geht es bei Epigenetik weniger langfristiges weitervererben. Was die Genetik angeht, kenne ich mich da nicht ganz genau aus, allerdigns hat sich bei einer meiner früheren Recherche herausgestellt, dass (zum Beispiel) eine große Nahrungsknappheit einer Generation, dazu führen kann, dass bei den nächsten die Wahrscheinlichkeit an Fettleibigkeit oder Diabetis zu erkranken, erhöht ist. Diese Weitervererbung hält aber nur für wenige Generationen.


    Letztendlich zielt deine Frage aber (so habe ich den Eindruck) weniger auf die Epigenetik ansich, als auf die Frage ab, inwiefern uns genetische Faktoren, persönlich und sozial beeinflussen. Zumindest scheint dies hier im Diskurs die tieferligende Frage zu sein. Allerdings ist da meine Vermutung, dass wir um eine Antwort zu finden, ein viel Haarspalterei betreiben müssen. Nämlich eine ganz genaue Differenzierung zwischen den sozialen Faktoren und den genetischen. Das scheint wissenschaftlich aber extrem schwierig, denn jedes Individuum reagiert letztendlich anders auf die sleben Umstände. Im Grunde könnten also all unsere Antworten auch falsch sein, oder richtig. Nachprüfen können wir das sowieso nicht.

    Kurze Ergänzung: In der Umfrage kann ich insgesammt nur 20 Optionen angeben. Wenn diese erreicht sind, werde ich naheliegende Städte, zusammenfügen. Ich gebe dann bescheid, wenn es soweit ist.

    Liebe Freunde des Soziopods,

    dank Herr Breitenbachs Hilfe, rufe ich gerne dieses Subforum ins Leben, wodurch in Zukunft auch gemeinsame und selbstorganisierte Treffen entstehen sollen.

    Die Idee ist es, dass wir zunächst einmal schauen, wo die Soziopods so angesiedelt sind, so dass wir zusammen, persönlich und selbstorganisiert Treffen veranstalten können.

    Finden sich für einen Bereich genug Interessenten, so könnte ein Treffen organisiert werden. Ein Themenabend wäre genauso möglich.

    Bitte lasst uns vorerst nicht zu sehr auseinanderdriften. Menschen aus Oldenburg und Bremen, bzw, Hamburg können auch ein gemeinsames Treffen für Soziopod Aktive aus dem hohen Norden organisieren.

    Anbei habe ich eine Umfrage mit erstellt. Wenn ihr mögt, antwortet einfach mit eurem Wohnort und ich füge ihn hinzu. Selber eintragen geht leider nicht. Ich hatte mir auch überlegt, eine gemeinsame Karte zu erstellen, wo jeder seinen Wohnort markieren kann. Welche Software dazu geeignet ist, weis ich aber nicht. Google bietet dazu bekanntlich etwas an, allerdings nur mit eigenem Konto.

    Es ist vielleicht ein "bisschen" früh, allerdings geht mir der Gedanke schon seit meiner Anmeldung durch den Kopf. Wie wär es, wenn wir mal demnächst schauen würde, wo die Soziopod/Forum Community denn so angesiedelt ist. Wenn es genug Interessenten in einer Region gibt, dann wär es doch eine möglichkeit durch das Forum selbstorganisierte Treffen zu ermlglichen. Etwa durch ein Subforum. In diesem würden dann die Regionen gelistet, zu denen sich Interessenten gemeldet haben. Dadurch wären dann auch lokale Themenabende möglich, oder allgemeine Austauschrunden. Dies würde eurem Wunsch @HerrBreitenbach und @Admins nachkommen, die breitere Masse zu erreichen .

    Zwar kein Podcast, allerdings ein auch für die Community sehr empfehlenswertes Heft. Angefangen hat alles vor einem Jahr mit dem Thema Macht. Nun im vierten Heft geht es um unsere Pause. Alles aus einer sehr eigenen Niesche betrachtet. Der Fokus soll darauf liegen, ein Wirtschaftsheft zu schreiben. Allerdings eines welches nicht Zahlen und Fakten nennt, sondern Geschichten über Menschen und Organisationen (neu) schreibt und hierbei sehr interessante Aspekte eines neuen, "besseren" und menschlicheren Wirtschaftens aufwirft. Mit vielen hilfreichen Tools zum Selbermachen.


    https://neuenarrative.de/

    „Körpergeschichte ist politische Geschichte, ist Geschichte von Arbeit, ist Geschichte von Ökonomie. Das sind drei Begriffe, die in sehr unterschiedliche Richtungen weisen.“


    "[...]Sagt die Historikerin Hannah Ahlheim, Professorin für Geschichte an der Universität Gießen. In ihrem gerade erschienenen Buch „Der Traum vom Schlaf“ hat sie beleuchtet, wie die Geschichte des Schlafs mit der Geschichte von Wissenschaft, Technik, Arbeit, Alltag und Krieg verknüpft ist. Körpergeschichte ist ein Spiegel der Zeitgeschichte."


    https://www.deutschlandfunk.de…m9KPiI8nv4MlmE18zH3W-FXHU

    Ich habe in der Folge einige Anregungen gefunden, die ich gerne teilen würde. Auch wenn es sich um sehr viele Themen handelt.


    Zunächst eine Grundfrage: Hat Kant je einen Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen gemacht? Aus meiner Sicht ergibt sich folgender Unterschied: Gefühle sind oberflächlich und wenig konsistent. Hunger oder Appetit zum Beispiel. Nach 4 Stunden am Arbeitsplatz meldet sich mein Magen zurück und meldet, hunger. Nach dem Mittagessen sollte das Gefühl vergangen sein. Liebe wäre dagegen eine Emotion - in vielen Fällen. Auch wenn das Gefühl des "Verliebtseins" nicht mehr andauert, oder ein Streit dazu führt, dass sich ein Paar gerade nicht gut versteht, bleibt die Emotion. Emotionen sind daher langfrsitiger und wesentlich tiefgehender.


    Aus meiner Sicht ist dies desshalb ein so wichtiger Unterschied, weil gerade die Emotionen unser Handeln, oft unterbewusst, wesentlich bestimmen. Selbst wenn wir in dem Glauben sind, rational zu handeln. Sie zu ignorieren mag zwar rational wirken, ist es aber nicht. Am besten sieht man dies an Säugern. Ohne die Liebe einer Bezugsperson - meistens Mutter - sterben sie, oder tragen zumindest für ihr weiteres Leben, Schäden davon. Ebenso ist eine häufige Ursache von Depressionen - in modernen Gesellschaften - dass Emotionen und Gefühle, bzw. emotional fundamentale Bedürfnisse ignoriert werden. Nicht selten erkranken Menschen während ihres Studiums an Depressionen oder Angststörungen, weil sie den Aufschrei ihres Körpers und Seele nach Ruhe - und oft auch nach Kontakt zu anderen, usw. - ausgeblendet haben. Nach rationellem Denken musste schließlich der gute Abschluss her - mit der Krankheit im Nacken, aber zu einem hohem Preis. Einschließlich der Arbeitsunfähigkeit, während die Logik doch diktiert die Karriere in den Fordergrund zu stellen.

    Ist eine ehrlich Selbstreflektion, einschließlich der Akzeptanz seiner Emotionen, nicht deshalb auch ein durchaus rationales Verhalten?


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    *Zweiter Punkt

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    Es wurde auf den Unterschied zwischen einem expressivem und desengagiertem Selbst hingewiesen. Ich habe eine weile darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass auf mich betrachtet, einige Anteile beider Subjekttypen passend sind. Sowohl das desengagierte, als auch das expressive. Zu meiner Ausbildung als Fachinformatiker gehört es, dass ich Sachverhalte nüchtern betrachten kann. Ich lerne komplexe Sachverhalte zu analysieren und logische Lösungen zu finden. Wie ich mich fühle, darf für das Programm keine Relevanz haben. Künstlerische Schöhnheit spielt bestenfalls bei der Übersichtlichkeit des Codes eine Rolle - er soll schließlich noch gelesen werden können. Gleichzeitig treibt mich eine Neugierde an, die Welt zu entdecken. Eine Emotion, tief in mir, die das Verlangen erweckt, Wissen zu sammeln und die Natur zu erforschen, bzw. in meiner Freizeit auch zu erleben. Es ist diese Leidenschaft, die mich dazu getrieben hat, die Ausbildung anzufangen - wobei es viele Arbeitgebnern wichtig war, sie zu haben.

    Irgendwie scheinen mir die beiden Subjekttypen desshalb eher als zwei Extreme eines gmeeinsamen Spannungsfeldes, in welchem diese beiden Extreme auch durchaus bestens ineinander greifen können.


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    * Dritter Abschnitt

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    Ungefähr in der hälfte der Folge wird angesprochen, dass die Vernunft beim Essen immer wichtiger wird. Was ich allerdings bemerke, ist dass gerde die Lebensmittelindustrie auch hier sehr stark auf emotionaler Ebene arbeitet. Man soll essen, was "gut" für einen ist. Es geht darum, sich fit zu fühlen, sich etwas "gutes" zu tun. Versteckt wird der emotionale Anteil dann hinter der Logik, obgleich der Ansprechpartner das lymbische System ist.

    Ebenso im Dialog. Schlagworte wie "regional", "saisonal", "ohne Gentechnik", "bio", "grün" werden schnell mit gesundem Essen assoziiert. Schlagwörter wie "Gentechnik", "Konservierungsstoffe", etc. mit schlechtem. Selbst wenn das Wissen darum, wieso dem so ist, noch lange nicht aussreicht um eine nüchterne Aussage zu treffen.

    Aus meiner Sicht verstecken sich hier expressive Argumente hinter einer falschen Nüchternheit.


    Später spricht Herr Köbel an, dass heute das wissenschaftliche Denken stark im Vordergrund steht. Zum Beispiel beim Arztbesuch. Die Diagnose würde dann nach wissenschaftlichen Kriterien hinterfragt, oder eben angenommen. Liegt hier nicht auch oft der Wolf im Schaafspelz begraben? Denn das Annehmen der Diagnose ist oft doch eher gerade auch ein Zeichen von Vertrauen, der Instutition, bzw. der Autorität gegenüber, weniger aber eine nüchterne Zustimmung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Denn derjenige mit dem meisten Wissen, ist der Arzt. Nicht der Patient. Der Patient eignet sich dieses Wissen vielleicht an, aber noch lange nicht so tief und fundiert, wie es der Arzt hat. Gleichzeitig hinterfragen gerade viele Anhänger der Alternativmedizin, die "moderne Medizin", mit scheinbar guten Argumenten, welch zwar die Sprache der Vernunft zu sprechen scheinen. Wenn ich aber dann mit den Befürwortern in den Diaglog gehe, wird schnell klar, dass die Argumente dann doch auf sehr emotionaler Ebene ausgetauscht werden. Genauso wie ich - ich zumindest - zu dem Hausarzt gehe, der mir eine verlässliche Diagnose und Beratung gibt.


    Ich denke - und jetzt komme ich endlich zu einem Ende ^^ - wir befinden uns heutzutage in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite ist natürlich der Anspruch eines vernünftigen Denkens da. Auf der anderen Seite ist das Wissen so manigfaltig und die Entwicklung neuer Erkentnisse so rasend, dass kaum jemand Spezialist in allen Gebieten sein kann. Ich kann nicht gleichzeitig Informatiker und Arzt sein. Ich kann es veruschen, aber eines der beiden Fachgebiete werde ich vernachlässigen müssen. Deshalb sind wir prinzipiell auf andere Menschen angewisen. Vernünftig sein bedeutet in diesem Kontext deshalb nicht nur alles Wissen zu Hinterfragen, sondern eben dem Auswahlverfahren nach dem ich anderen Menschen Vertrauen schenke, zu hinterfragen.

    Gerade dieses Gedankenexperiment bringt mich zum nachdenken. Was in der Situation tun? Im Prinzip gibt es dann keine guten Entscheidungen mehr. Ist es dann nicht eher vernünftig, dies zu akzeptieren? In unseren Köpfen können wir auch ewig nach einer Lösung suchen. Im realen Leben muss eine Entscheidung her. Und zwar leider immer eine schlechte.