Beiträge von Sonntagssoziologe

    Ich zitiere mal einen Hochschuldozenten: "Für SozialkonstruktivistInnen sind Gehirne völlig irrelevant. Sie gehören zur Umwelt." Hier wird das Gehirn als Produkt sozialer Übereinkünfte verstanden, die nicht auf das Gehirn selbst reduziertbar sind; vielmehr das Ergebnis von Wissenschaftstheorie, der Biologie als Disziplin, Technik usw. also alles soziale Prozesse. Diese Prozesse erzeugen zusammen so etwas wie die Idee eines Gehirns.

    Sind wir in einem wirklichen Dilemma nicht absolut frei in unserer Entscheidung?


    Bei der Frage nach dem quantitaitven Abwägen von Menschenleben ja oder nein, könnte man iterativ. Wäre es gerechtfertigt, ein Leben zu opfern, um alle anderen Leben auf dem Planeten zu retten? Wäre es gerechtfertigt, ein Leben zu opfern, um die Hälfte aller anderen Leben auf dem Planeten zu retten? usw.

    1. Vermittelbarkeit

    Mit Zeit und Engagement, kann man eigentlich alles vermitteln.


    2. Finanzierung

    Stehen da nicht Aussage gegen Aussage? Die einen sagen, ist schon komplett durchgerechnet, die anderen bestreiten das. Wer hier hat's denn wirklich selbst durchgerechnet?


    3. Höhe

    Selbst, wenn es Hartz4 Niveau hätte, würden die "Repressalien" durch die Jobcenter wegfallen. Und nach und nach könnte man das BGE ja dann steigern.


    4. Working Poor

    Das Problem der Arbeitslosigkeit erledigt sich auch durch höhere Löhne nicht. Kommt jetzt drauf an, ob man den Studien Glauben schenkt, die einen massiven Stellenwegfall durch Künstliche Intelligenzen prognostizieren.

    In seiner Rede vor Wienern Offizieren würdigt er Karl Marx ausdrücklich, soweit es ihm seine politische Position dies genehmigt.


    "Dieses Dokument [Kommunistisches Manifest] ist in seiner Art, so sehr wir es in entscheidenden Thesen ablehnen (wenigstens tue ich das) eine wissenschaftliche Leistung ersten Ranges."


    Wieso er auf bestimmte Aspekte von Marx nicht eingegangen ist, ließe sich vortrefflich spekulieren. Wollte er als Gegner des Sozialismus dem Gegner erst gar keine Diskussionsgrundlage geben? Wollte sich das für sein unvollendetes Großwerk aufheben, von dem es heißt, er sei darüber verstorben? Wer weiß.