Beiträge von Kunstruktiva

    Hallo Zusammen


    Genau diese Frage wollte ich auch gerade stellen. Nils und Patrick beeindrucken mich ja nicht nur durch die interessanten Fragen und die konstruktiv(istisch)en Herangehensweisen, sondern auch die entspannte Art des Hin- und Zuhörens und (Ver)- Antwortens. Eure sehr guten Beiträge zum Thema Bildung, der über den Rawl`schen Gerechtigkeitsbegriff, alles wertvoll in diesen Zeiten. Kann aber weiter gedacht, beobachtet und reflektiert werden:


    • Was passiert gerade zwischen den Generationen und innerhalb oder ausserhalb unserer hierarchischen Gesellschaftsstrukturen?
    • Einige glauben: innerhalb unserer bestehenden Ordnung kann kein echter Wandel stattfinden -
      Wie könnte also ein System/ Konstrukt von morgen aussehen?
    • Wie können wir den Dialog voranbringen?


      Es ist ja so richtig komplex, und wir müssen fast alles neu entwickeln. Und klar, Ökonom*innen sind gefragt. Aber auch und gerade Pädagog*innen, Philosoph*innen und Soziolog*innen.

    Lasst uns doch gern einmal einsteigen, ich würde mich über einen Beitrag sehr freuen;)


    Herzlicher Gruss,

    Astrid

    Hallo Herr Vorragend und Theoderich


    Ich gebe Euch recht, die junge Generation darf und muss stören. Und auch Herr Breitenbach, der sagt, die F4F oder wenigstens die zum Handlen mahnenden Argumente müssen auch in den Parlamenten vertreten sein. Es ist zu hoffen, das dies eintritt.


    Zitat

    Ich glaube, die Jugendliche, dessen Eltern Klimaleugner sind, befinden sich ohnehin nicht auf den Demos.

    Nun, aus eigener Erfahrung nicht ganz: Mama ist zwar Parent 4 Future unterwegs, der (geschiedene) Vater meiner Töchter und seine Frau sind konsequente Leugner mit einer "Nimby" Ethik, ähnlich Herrn Vorragends Zitaten oben.

    LG

    Hallo Miteinander


    Wie immer, mit grossem Interesse dem Beitrag gefolgt. Kurz darauf in einen bei Euch verlinkten Podcast hineingehört:


    Hans-Jürgen Jakobs: Wem gehört die Welt? (Sendung vom 29.1.2017)

    Klar, es geht in Eurem Beitrag nicht um die Macht des Geldes, sondern das (eher) persönliche Glück und den eigenen Umgang mit dem Thema. Trotzdem verleitete mich Euer Input zur globalen Fragestellung, und ich erfuhr, dass bestimmte Formen/ Ausmasse/ Agglomerationen doch (obwohl der SR2 Beitrag aus 2017 ist) relativ neu sind.

    Meine Frage ist: Wie könnte das Thema der extremen Anhäufung praktisch angegangen werden? Es ist nicht Neid, der mich hier nach Möglichkeiten der Regulierung suchen lässt, sondern die im Beitrag genannten, bald einmal unvorstellbaren Ausmasse der Konzentration von Kapital.

    Was jetzt? Grundsätzlich brauchen wir Konsense in vielen Fragen, nicht nur in den ökologischen (ist hier ein Podcast geplant,die junge Generation mahnt gewaltig und - für mich- glaubwürdig und zurecht nach zeitnahen Antworten) oder vielleicht eher andere Herangehensweisen?


    Technisch interessant: Können Menschen vielleicht die ihr hoffentlich eigene Hummel-Intelligenz (durch digitale Vernetzung) in Spiel bringen und wenn ja, wie genau?


    hier noch ein kreatives interaktives Projekt, in dem ähnliche Themen zur Sprache kommen, auch für die Rubrik " ...dann gefällt Euch auch":


    codonaut.de


    Herzliche Grüsse!


    Ich befürchte, Euer Podcast wird nichts hinsichtlich Europa beeinflußt haben. Er ist aber beredtes Zeugnis davon, wie komplex ein Meinungs- oder Europa-Bildungsprozess ist.

    - im Gegenteil: Ich beantrage gerade mich und gleich auch meine bereits wahlberechitgten Töchter ins WählerInnenverzeichnis eintragen zu lassen als Auslandsdeutsche!


    Was ich bei fast allen Diskutanten vermisse ist ein Gestaltungswille, bei allem durchaus eloquenten Gerede.

    In der lebhaften Diskussion habe ich viel Gestaltungswille, nicht nur in der Einführung in das Thema, sondern auch in den Beiträgen gehört.Es ist anspruchsvoll, wenn (vereinzelt) polemisiert wird, eine Herausforderung an unsere Podcast-ler, die brillant gemeistert wurde!

    Am besten Gefallen hat mir – ja, es gab' auch Positives – Eurer: Demokratie ist eben gerade nicht, seine persönlichen Präferenzen erfüllt zu sehen sondern sich mit der andersmeinenden Mehrheit zu arrangieren

    Eben! Herr Breitenbach hat es gut am Ende zusammengefasst, dass es nämlich möglich ist, auf einem guten Niveau zu streiten und sich zu verständigen.

    Von Herzen wünsche ich Euch Life-Events und Podcasts, die Euch und die Zuhörer weiterbringen.


    Damit stellt der Podcast wieder einmal einen super Lernort für mich dar:)


    Weiter so und herzlichste Grüsse vom Bodensee!

    Soziologie kann lediglich für diese Verfahren Wissen bereitstellen.


    Diese Aussage möchte ich eben infrage stellen. Ich hoffe, dass Akademiker nicht nur Wissen für das Bestehende bereitstellen, sondern auch den lernende Systeme unterstützen und Möglichkeitsräume für politisches "vernünftiges" Handeln schaffen, wenn auch zunächst nur gedankliche.


    Um aktuelle Themen oder ganz einfach nur die Disziplin der Öffentlichkeit näherzubringen, würde es gar keinen Profressor benötigen, das könnten auch jüngere, akademisch weniger dotierte Personen übernehmen.

    Zum einen: So nachvollziehbar die Erläuterungen der Hürden und Dilemmata von Akademikern auch sind, stellt sich hier nicht die Frage einer ethischen Verpflichtung des Gebildeten zum aktiven Bemühen um niederschwellige Zugänge zu Forschung und Wissenschaft? Und beinhaltet die ethische Verantwortung nicht auch das Vorgenannte? Dieser Raum (das Forum) ist ja bereits ein Schritt in diese Richtung und könnte als Anregung dienen für Ähnliches.

    Zum anderen möchte ich höflich fragen, ob sich im Zitat ein elitärer Unterton zu verbergen scheint, nicht nur, weil ich zu der genannten erwähnten Nachwuchsgruppe gehöre und mich - aus eigenen Überlegungen heraus- der ethischen Verantwortung stellen muss.

    Schliesslich hoffe ich auf Ideen, wie genau wir - neben dem Anstoss von Diskussionen

    Es ist unglaublich zu sehen, wie sehr man die Menschen mit den richtigen Impulsen zum Denken anregen kann

    oder in anderer, möglichst effizienter Weise - dieser Verantwortung gerecht werden können. So?: Effizienter Altruismus, wo eine meine Töchter sich engagiert, oder durch Blogs, Kommentare und mit anderen Social - Media - Meinungsbildung- Prozess- Arbeit?

    Ich bin noch ratlos und hoffe sehr auf hilfreiche Antworten.

    Genau: Systemisches statt ideologisches Denken kann Politik und Handlungsoptionen bereichern, stimme Dir zu. Ich muss mich entschuldigen, dass ich noch nicht alles hier las, Du und Herr Breitenbach, auf die Initiative von Tetagmenon " Warum Soziologie sich so schwer tut... " habt über eine mögliche (und hoffentlich zukünftig verstärkte) Rolle der Wissenschaft gesprochen: Wissenschaftler (natürlich nicht nur Soziologen) als Vermittler. Sich selbst stetig reflektierend und eine Sprache findend, die das Gegenüber versteht. Und zwar aktiv, meint, Wissenschaftler verlassen ihre "Blase" und machen sich verständlich! Im optimalen Fall, wird ein Sog erzeugt und der irrende Mensch wird freundlich bewogen, seine eigenes (Werte-)System zu hinterfragen und zu erweitern.


    Meine Frage ist: In wie weit könnten/ sollten Emotionen, als Triebfeder unseres Handelns, und vielleicht auch ein gewisses Mass an Populismus sinnvoll ins Handeln einbezogen werden, um Wirkung zu erzeugen?

    Genau dieses - auch aus aktuellem Anlass - heisse Thema würde ich auch gern einmal anregen, von unseren kompetenten Gastgebern aufgegriffen zu werden.


    Kopfschüttelnd verfolgte ich eine Debatte um das Thema "Luftwertsetzung und Dieselmotoren" unter dem Zeitartikel https://www.zeit.de/wissen/ges…e=recommendation#comments.

    Ich konnte mich nicht zurückhalten, mit zu kommentieren, merke aber, dass es sehr leicht ist, am Haken des "ich weiss es besser" zu hängen. Das ist übrigens der Grund, warum ich bisher noch keinen einzigen Tweed verfasst habe. Ich befinde mich im Dilemma, einerseits meinem Impuls "da muss Mensch klar Meinung beziehen" zu folgen, andererseits gerade dadurch (unbeabsichtigt) zur Polarisation beizutragen, die vom Wesentlichen (was ist Wesentlich?) ablenkt.


    Der von der LeserInnenschaft meist-empfohlene Beitrag lautet:


    "Schön, dass es noch Menschen gibt, die Wissenschaft über Ideologie stellen."


    Und hier (!) können wir uns fragen - selbstverständlich unter Würdigung der Komplexität dieses heiklen Themas:


    Was ist Wissenschaft? Welches Wissen "schafft" sie? In wie fern ist Wissenschaft frei von Ideologie? Kann der/ die BeobachterIn von "wissenschaftlichen" Versuchen aus den Experimenten (überhaupt) in einer Weise "heraus gekürzt" werden, dass das gefundene Ergebnis als "gültig" oder "bewiesen" dargestellt werden kann?


    Ich vermute, dass die Wissenschaft:saint: am Ende eines konstruktivistischen Diskurses einen (teilweisen) Wahrheitsverlust<X erleiden wird.

    Sollte sich meine Vermutung erhärten, wäre die spannende Anschlussfrage, welche Auswirkungen diese Erkenntnis für die Zukunft haben könnte, oder nicht?

    Lieber Patrick und Nils


    Herzlichen Dank für Eure Arbeit - wunderbar! Ich höre Eure Beiträge wirklich gern, nicht nur der versierte Inhalt, auch Eure Gesprächsform ist absolut vorbildlich, Ihr zeigt, wie man auf hohem Niveau durchaus einmal unterschiedliche Standpunkte vertreten kann!


    Gern würde ich einmal live dabei sein, aber hier vom Bodensee ist (fast) nichts (so ganz) einfach zu erreichen. Daher mein Vorschlag: Könntet Ihr einmal ein Onlinetreffen veranstalten? Dann könntet Ihr die Fishbowl für Menschen aus verschiedenen Regionen öffnen :)

    Herzliche Grüsse nach Mainz und Frankfurt

    Konstruktiva, Astrid, studiere derzeit Erwachsenenbildung an der Tu Kaiserslautern