Beiträge von Theoderich

    Ich denke das wichtigste ist euer Podcast. Neben neuen Folgen, die derzeit leider recht selten sind, könnt Ihr Vielleicht mal einen Podcast machen der einfach auch Fragen aufwirft und offen lässt, mit dem Verweis im Chat darüber zu diskutieren. :/

    Bei dem neuen SozioPod über Rawls gibt Herr Breitenbach zu bedenken das es jemand erst mal klar sein muss das wir auf eine Klimakatastrophe zu laufen um darüber nachdenken zu können ob das gerecht ist oder nicht. Da stellt sich wieder die Frage wie kann man jemanden von etwas überzeugen den es nicht überzeugt dass sich 95% der Experten einig sind. Ich bin aufgewachsen mit einer Diskussionskultur in der sich jemand ins Abseits geschossen hat wenn er gelogen hat und dabei erwischt wurde. Aber das interessiert anscheinend niemanden mehr. Das macht mich ziemlich sprachlos.


    Zum Thema des Klimawandels habe ich mir hier für ein Gedankenmodel überlegt das ich euch hier vorstellen möchte:


    Gehen wir mal davon aus das es 50/50 steht ob wir einer Klimakatastrophe entgegen gehen oder nicht und weiterhin ist auch der Einfluss des Menschen unklar. Auf dieser Grundlage machen wir jetzt 2 Gedankenmodelle.


    1. Die Menschheit einigt sich darauf ab sofort Alles zu unternehmen um den Klimawandel auf zu halten, mit allen Konsequenzen. In 50 Jahren wird aber festgestellt das gar keine Klimakatastrophe gedroht hat und das der Mensch ohne hin keinen Einfluss darauf gehabt hätte. Was wären die schlimmsten Nachteile dieser Fehleinschätzung, denen sich die Menschen ausgesetzt haben, ohne Grund? Ich denke das wir dann die letzten 50 Jahre wesentlich unbequemer gelebt hätten als es nötig gewesen wäre.
    2. Die Menschheit einigt sich darauf ab sofort gar nichts mehr gegen den Klimawandel zu unternehmen. In 50 Jahren wird aber festgestellt das es eine Klimakatastrophe gegeben hat und dass der Mensch sie hätte aufhalten können. Was wären die schlimmsten Nachteile dieser Fehleinschätzung, denen sich die Menschen ausgesetzt haben, ohne Grund? Ich fürchte das dieses Szenario wesentlich unangenehmer sein wird. Es drohen Massenmigrationen, Kriege, Hungersnöte, etc.


    Sollte es nicht möglich sein damit auch dem einen oder anderen Klimaleugner klar zu machen das es wesentlich klüger wäre dem Klimawandel vor zu beugen?


    Was meint Ihr?

    Da wir schon dabei sind, ich bin vor einigen Tagen über ein sehr interessantes Buch gestolpert. Es nennt sich "Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?" und beschäftigt sich aus archäologischer Sicht mit der Aussage, bereits in der Steinzeit seien die Geschlechterrollen festgelegt gewesen (Jäger und Sammlerinnen). Ich bin jetzt noch nicht dazu gekommen, tiefer in das Buch einzusteigen, aber dennoch wollte ich das mal anführen.


    Zu dem Thema gab es in Freiburg mal eine gute Ausstellung.

    Bei archäologischen Ausgrabungen wird üblicher weise des Geschlecht des Bestatteten anhand der Grabbeigaben bestimmt. Einfach gesagt: Schmuck = Frau / Waffen = Mann.

    Das wurde aber für die Ausstellung durch die medizinische Untersuchung der Skelette überprüft und siehe da, Bei einigen Funden war es genau umgekehrt.

    wieso beweist das eigendlich das du denkst das du bist ?

    soweit ich das verstanden habe bedeute es: es muss MICH geben den ICH denke ja darüber nach ob es MICH gibt. Wenn es MICH nicht gäbe, in welcher Form auch immer, könnte ICH auch nicht darüber nachdenken. Bei allem anderen kann es aber sein das ICH es mir nur einbilde.


    Ich hoffe den Philosophen in der Runde rollen sich jetzt nicht die Fußnägel hoch und Descartes rotiert nicht im Grab.


    Der beste Film zum Buch ist "Matrix I" und bitte nur die I

    Ich finde Europa sehr wichtig, nicht als Abschluss sondern als Schritt hin in die richtige Richtung, hin zu einer Verbindung aller Menschen, auf Augenhöhe. Gerade die Klimaproblematik zeigt doch eindeutig das die Menschheit nur gemeinsam zum Ziel gelangen kann. Zumindest jenen die nicht die Augen davor verschließen.


    Und noch ein Tipp von mir gegen Politikverdrossenheit: Geht selber in die Politik!

    Ich bin seit einem Jahr Mitglied in einer Partei und ich habe endlich das Gefühl etwas bewegen zu können, nicht viel aber immerhin. Zumindest habe ich mich diese Woche mit einer Landtagsabgeordneten getroffen und Ihr ein Anliegen vortragen können. Das tut gut.

    Demokratie geht nur wenn wir mitmachen.


    Und was man unbedingt im Hinterkopf behalten muss, Demokratie braucht Zeit für Abstimmungen, das bedeutet dicke Bretter bohren. Wer dazu keine Lust und Zeit hat spielt immer Autokraten in die Hand. Und wenn die Macht erst mal weg ist wird es Schwer sie wieder zu bekommen. Popper lässt grüßen.

    Ich kenne weder Herrn Popitz noch sein Werk aber ich halte es für immens wichtig das der psychischen Gewalt mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht wird als dies bislang der Fall ist.

    Eine rein körperliche Verletzung kann ich, in der Regel, relativ schnell heilen.

    Wirklich lang anhalten das Leben eines anderen zerstören kann ich vor allem mit Psychischer Gewalt und wenn es die Verarbeitung Physischer Gewalt ist.

    z.B.: Postraumatische Belastungsstörung

    Schließen sich Glücksempfinden und Gleichmut nicht aus?

    Ich finde gerade nicht! Aus dieser Haltung kann ein sehr tiefes Glück entstehen. Und ich meine fast nur aus dieser Haltung. Das andere ist das Glück des Momentes, auch sehr schön aber eher vergänglich.


    Ansonsten verweise ich auf meine Signatur. (siehe unten)

    Ich fürchte das viele das Glück das sie haben nicht sehen oder nicht wertschätzen und auf der Jagt nach dem Glück evtl. das ursprüngliche Glück zerstören.

    Wir fragen schnell danach, was für alle fair ist.

    Aber ist das nicht ein Grundgedanke bei der Frage "was ist fair"? Also danach zu fragen was der grösste gemeinsame Nenner ist. Wird die Frage nicht at absurdum geführt wenn ich überlege was nur unter einem Gesichtspunkt, oder für eine Gruppe Fair ist?