Beiträge von kuwin

    Danke an Herrn Breitenbach für das Notieren der Learnings! Den Punkten kann ich auf jeden Fall etwas abgewinnen und zustimmen. Bei Aspekt 3 verstehe ich aber nicht zu 100 %, was damit gemeint ist. Vielleicht, könnten Sie das noch etwas präzisieren?


    Cool wars am Freitag ! Ich habe mal folgende Learnings notiert, gerne können, die, die dabei waren ergänzen:


    3. Die wissenschaftliche und rationale Ebene hilft in allen emotional geführten Dialogen immer wieder immens weiter. Sie kann klären (das steckt in der "Aufklärung" drin) aber sie wird den Diskurs niemals alleine führen können. Wenn zwei sich streiten, kann uns muss sich die Wissenschaft zu Wort melden und klären (so auch an dem Abend geschehen).

    Ist damit gemeint, dass man in Debatten und Auseinandersetzungen rationales Denken und eine rationale Perspektive nicht vollständig von Emotionen trennen kann, man sich aber beim Versuch der Verständigung möglichst auf die Vernunft Ebene begeben sollte und sachorientiert argumentieren sollte, da man sonst kein gegenseitiges Verständnis erreichen kann?

    Den letzten Satz kann ich gar nicht einordnen und er ist mir zu unpräzise. Bei welchen Streits von wem, soll "die Wissenschaft" (wer soll "die Wissenschaft" sein?) eingreifen? Und das Wissenschaft zur Klärung beiträgt ist auch nicht immer der Fall und entspricht auch nicht zwingend ihren eigenen Grundlagen. Es ist das Ziel zur Klärung beizutragen, aber man kann erstens nur falsifizieren und zweitens ist es ein Anliegen, dass alle Ergebnisse auch weiter diskutiert und hinterfragt werden können. Bei trivialen Inhalten ist das natürlich kein größeres Problem, aber bei komplexeren Fragestellungen ist das mit der Klärung und Wahrheitsfindung auch in der Wissenschaft nicht so einfach.

    Soll keine Kritik sein, nur eine Nachfrage was unter Punkt 3 verstanden werden soll, da sich mir das beim Lesen nicht vollständig erschlossen hat. Danke im Voraus für eine Klärung!

    Eine tolle zweite Folge von "Lernen Lernen Lernen". Mir gefällt das Format sehr gut bis jetzt. Großes Lob und Applaus an Herrn Breitenbach! :) Auch den Gast Herrn Mihajlović emfpand ich als sehr angenehm. Man konnte gut zuhören und es gab sehr interessante, differenzierte und aus verschiedenen Perspektiven betrachtete Anregungen und Einblicke.



    Viele Anregungen zu verschiedenen Themen, wie man lernen auch anders angehen kann und welche Mechanismen dahinter stehen.
    An dieser Folge hat mir besonders gefallen, dass herausgearbeitet wurde, dass lernen niemals aufhört und man sich diesen Themen auch in jedem Alter stellen sollte. Und auch das digitale Inhalte oder Gerätenutzung allein noch keine andere Prozesse und Mechanismen bringt, wie Dinge funktionieren. Ich glaube das gilt nicht nur für den Bildungsbereich, sondern auch für viele andere Bereiche. Ich komme beispielsweise aus dem Feld PR und Marketing und da kann man das in Teilen auch beobachten, wobei es auch positive Beispiele gibt und diese Branche natürlich recht nah an neuen Entwicklungen und digitalen Input ist. Aber auch hier wird viel auf "alte Art und Weise" gemacht nur mit neuen Plattformen und Geräten. Was ja aber auch nicht immer falsch sein muss, es kommt auf die konkrete Begebenheit an, denke ich und was man genau erreichen möchte.

    Bleibt zu hoffen, dass sich Schulen und auch Universitäten in den nächsten Jahren für ein paar mehr alternative Lernwege öffnen. Wahrscheinlich kann nicht das ganze System umgestellt werden, aber wenn man beispielsweise in jedem Schuljahr eine Woche oder zwei Wochen als Projektwochen deklariert, die dann beispielsweise so wie das Barcamp ablaufen oder halt anders als der normale Unterricht und mit den entsprechenden Eigenschaften, wie dass sich Schüler die Themen aussuchen und das ganze mehr auf Augenhöhe passiert etc. dann wäre schon einiges gewonnen. Das könnte die Beteiligten näher bringen und gegenseitiges Verständnis fördern. Auch das oft deklarierte Problem, dass Schule nicht immer sehr alltagsnah für das spätere Leben ist, kann man in diesen Wochen vielleicht mehr auflösen und wenigstens da mehr Raum für entsprechende Themen geben.

    Ich werde bald Onkel und auch wenn es natürlich noch was dauert, bin ich mal gespannt wie mein Neffe so seinen Weg durch die Bildungsinstitutionen geht und was sich bis dahin (auch im Vergleich zu meiner eigenen Kindergarten- / Schul- / Universitäts- zeit) noch ändert und sich entwickelt. Wird auf jeden Fall interessant sein zu beobachten. Gerade auch mit dem Hintergrund des digitalen Zeitalters und was alles damit zusammenhängt. Wobei natürlich auch immer viel vom Bundesland und von der konkreten Institution abhängt. Die Erfahrungen die man machen kann divergieren sicherlich sehr stark.

    Hallo an alle hier im Forum und an die beiden Soziopodler 8)

    Ich habe einen Themenvorschlag: In den Folgen kommen ja in der Regel (natürlich völlig zurecht) Theorien und Deskriptionen wichtiger Denker dran. Was ist, wenn man mal eine Ebene darüber geht und eine Folge darüber macht, was man unter Wissenschaft oder auch Empirie eigentlich genau versteht oder verstehen kann. Hier lassen natürlich schnell Namen und Begriffe wie Karl Popper, Falsifikation, Differenzierung qualitativ/quantitativ oder Gütekriterien grüßen.

    Ich habe grade erst einen Podcastbeitrag über Replikationsstudien gehört und deren oft eher schweren Stand in den wissenschaftlichen Institutionen. Wie kann man wissenschaftliche Ergebnisse deuten und interpretieren, wo liegen dabei Probleme oder Schwierigkeiten? Aktuelle Probleme wie Veröffentlichungsdruck bei Wissenschaftlern, der Druck "spannende" und griffige Ergebnisse zu publizieren könnte man zum Beispiel auch ansprechen. Oder auch die meiner Meinung nach recht große Diskrepanz bei der Auffassung was eine Studie oder was Wissenschaft überhaupt ist, in der allgemeineren, breiteren öffentlichen Wahrnehmung und bei tatsächlichen Wissenschaftlern und Akademikern und denjenigen die forschen. Die Sicht zu diesen Themen von Herrn Dr. Köbel, als im Wissenschaftsbereich direkt involvierte Person, fände ich spannend.

    Auch so etwas wie Fake News und der Ruf danach sich an Wahrheit und Fakten zu halten hat meines Erachtens nach eine Verbindung zu dem Feld. Das ist eine schöne und gute Forderung, aber in der Realität doch deutlich schwieriger zu realisieren als sich das so mancher vorstellt.

    Ich finde, man kann hier aus dem Thema einiges rausholen und spannende Bezüge sowie aktuelle Debatten aufgreifen. Vielleicht gibt es ja Interesse sich dem mal anzunehmen.

    Habe mir jetzt auch die Folge komplett angehört und wie immer hat sie mir sehr gut gefallen. Ein großes Dankeschön für die Mühen, die Vorbereitung und die sehr anschaulichen, lehrreichen Erklärungen. Besonders das Hervorheben, dass auch solche "älteren" Theorien immer wieder aktuelle Bezüge haben können und interessante Lesarten oder Anwendungen für die heutige Zeit, finde ich gut.

    Als Anregung / Hinweis: In der Folge fiel ja auch kurz der Name Goffman. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob Ihr dazu schon eine Folge gemacht habt (vermutlich schon?), aber in der Nachfolge würde sich Goffman mit seinem Verständnis von Rollen auch noch anbieten zu besprechen. Und Luhmann und Habermas soll ja laut Ankündigung auch nochmal thematisiert werden...

    Theoderich   ChrisH

    Wobei ich die Frage "Was ist eigentlich Anstrengung?" oder "Nichtstun" extrem spannend finde. Konzentriert vor dem Eisloch sitzen geschieht mit hoher Anspannung und Anstrengung. Unser Gehirn ist ja auch quasi in Daueranstrengung (bei Denkprozessen), selbst im Schlaf. Sogenannte "Freizeitbeschäftigung" ist sehr oft mit Anstrengung verbunden (Spiel und Spaß).

    Wie also genau definieren wir dieses "Nichtstun"?

    Finde ich auch, dass das eine sehr berechtigte Frage ist. Die Antwort dürfte da individuell auch sehr unterschiedlich ausfallen. Es gibt ja Leute die gerne schlendern oder sich draußen irgendwo hinsetzen und einfach gerne beobachten und weiter nichts dabei machen. Würden diese Leute dann aber selber auch sagen, dass sie "nichts machen"?. Für andere wiederum wäre das vermutlich genau das. Seinen Gedanken nachhängen oder Tagträumen wäre vielleicht auch so ein Beispiel, was für die einen was machen ist und für die anderen eben nicht.

    Alles in allem gar nicht so einfach dieses "Nichtstun". Frei nach Watzlawick könnte man sich auch die Frage stellen, ob das überhaupt geht. Nach dem Motto: Man kann nicht nichts tun. Würde man dass so sehen, dann wird es mit der Behauptung wir hätten verlernt nichts zu tun, natürlich schwierig.

    Habe jetzt mal in einige Folgen reingehört und bin größtenteils auch sehr angetan. Vielen Dank für die Empfehlung, die ich so auch gerne weitergebe und teile. Ab und zu driften mir die Diskussionen schonmal in das zu beliebige oder allgemeine und etwas "laienhafte" ab, aber insgesamt alles in allem sind die Themenaufbereitungen echt gut gemacht und es kommen interessante Ansätze und Denkanstöße zustande.

    Was ich bei solchen Diskussionen oder Erklärungsansätzen immer wieder interessant finde ist, dass es nahezu immer die gleichen Ansätze und Diskussionen bei neu und stark aufkommenden Medien / Mediennutzungen gibt. Seit dem Einzug von Zeitungen und Romanen, dem Kino, dem TV und so weiter, gibt es fast immer ähnliche Muster und Gründe dahinter. Oft ist es dann so, dass bestimmte Medien irgendwann so stark etabliert sind und genutzt werden, dass überwiegend die positiven Seiten gesehen werden, dass diese zu einem positiv konnotierten "Kulturgut" gehören und sich Kritik und Bedenken auf "neuere" Medien fokussieren.

    Ein Beispiel dafür sind heutzutage meiner Meinung nach Bücher. Aus irgendeinem Grund wird allgemein oft einfach positiv angesehen, dass jemand irgendein Buch liest. Bei einem Blick in die Buchhandlung kann man aber auch schnell sehen, wie viel Quatsch und Unsinn man auch lesen kann (damit meine ich in erster Linie den "Sachbereich", Fiktion und Geschichte sind in der Regel natürlich subjektive Geschmackssache). Abgesehen davon könnt ich auch acht Stunden am Tag Bücher lesen und das wäre meiner Ansicht nach ein ähnlich gelagerter "Eskapismus". Und ja, Bücher, gerade auch Romane wurden anfänglich auch stark kritisiert, zum Beispiel auf Seiten der Kirche. In diesem Sinne mal sehen, wie sich da "Smartphone Nutzung" und alles was damit so zusammenhängt mal einreiht und das zum Beispiel in 20 - 30 Jahren gesehen wird.

    Ich habe da mal eine sehr interessante und gut gemachte Vorlesung mit dem Titel "Angstmedien - Medienängste" besucht, da wurde diese historische Entwicklung von den wichtigsten Medien und deren Rezeption gut nachgezeichnet. Seitdem bin ich da immer etwas "entspannter" und gelassener bei solchen Debatten. Letztlich kommt es sowieso auf die individuelle Nutzung an: Maß und Balance halten und überwiegend die positiven Seiten des Mediums anwenden, selten mal über die Stränge schlagen (vier, fünfmal mal im Jahr zu lang vor der Konsole sitzen passiert auch schon mal) - kann passieren und bringt einen auch nicht gleich um. Das hakt man dann ab und macht wieder wie gewohnt weiter. Dann passt das schon.